Februar 16, 2010 von um 10:26 pm · Abgelegt unter: Allgemein
Das ist der nächste Blockbuster Trade des Winters: Marcus Camby wurde von den LA Clippers zu den Portland Trail Blazers verschickt. Damit haben die Blazers nach den Ausfällen ihrer Center Greg Oden und Joel Przybilla mehr als adäquaten Ersatz gefunden, um sich für den Kampf um die Playoffs zu rüsten. Im Austausch bekommen die Clipps Point Guard Steve Blake und Forward Travis Outlaw.
Starker Frontcourt für die Trail Blazers
Mit Marcus Camby wird der Frontcourt der Trail Blazers enorm verstärkt. Der Forward/Center ist einer der stärksten Rebounder der Liga und kann mit seiner Beweglichkeit am Brett gut scoren. Diese Saison hat er für die Clippers im Schnitt 7,7 Punkte und 12,1 Rebounds aufgelegt. Bei den Blazers wird er auf den Center rücken, wo er in der Vergangenheit schon häufiger gespielt hat. Damit haben die Blazers nun LaMarcus Aldridge und Marcus Camby im Frontcourt stehen!
Nachdem sich im Dezember Greg Oden und Joel Przybilla beide am Knie verletzt hatten und für den Rest der Saison ausfallen werden, klaffte auf dieser Position eine große Lücke bei den Blazers. Juwan Howard, auch kein gelernter Center, stand dort auf einmal in der Starting Five. Mit 5,9 Punkten und 5,0 Rebounds hat er die Aufgabe ordentlich gelöst, mehr aber auch nicht. Marcus Camby kann mit seiner Reboundstärke die Blazers enorm nach vorne bringen. Das Team liegt derzeit auf Platz acht in der Western Conference und kämpft um die Playoffs bzw. eine möglichst günstige Position für die Postseason.
Die Clippers sparen Geld
Warum sollten die LA Clippers Marcus Camby für Steve Blake und Travis Outlaw eintauschen? Auf den ersten Blick wirken die Clipps wie die klaren Verlierer des Trades. Blake kann als Back-Up von Baron Davis eingesetzt werden, ist aber nur eine leichte Verbesserung gegenüber dem bisherigen Davis-Ersatz Sebastian Telfair. Und Travis Outlaw hat sich Mitte November den Fuß gebrochen und wird erst Mitte März wieder spielen können. Warum also den Starting Power Forward abgeben?
Die Clippers können durch den Trade massig Geld sparen. Neben Blake und Outlaw überweisen die Blazers 1,5 Millionen Dollar an die Clipps. Zudem übernehmen sie etwa 2 Millionen Dollar, die Camby noch als Incentives einstreichen wird. Wenn die Clippers den Vertrag mit Outlaw auflösen, können sie sich auch noch sein restliches Gehalt für diese Saison sparen, was etwa 2 Millionen Dollar sind. In diesem Fall liegt die Ersparnis bei etwa 8,5 Millionen Dollar!
Da die Clippers diese Saison von den Playoffs weit entfernt sind, können sie das gesparte Geld besser im Sommer einsetzen. Auch mittelfristig ist der Trade durchaus sinnvoll: Denn die Clippers haben mit Blake Griffin einen starken Power Forward in ihrem Roster stehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass er nächste Saison wieder zurückkehrt – und einschlägt. Dann wäre Camby wohl schnell zum Edel-Backup von Griffin oder Chris Kaman als Center verkommen.
Trail Blazers Richtung Playoffs und Clippers Richtung Sommer
Die Trail Blazers sind durch den Trade bestens aufgestellt für die Playoffs. Und wenn sie sich schnell gut einspielen, können sie dort möglicherweise sogar für eine Überraschung sorgen. Bei den Clippers liegt der Fokus dagegen bereits auf der nächsten Saison. Mit Baron Davis, Chris Kaman, Eric Gordon, Al Thornton und Blake Griffin haben viele Leistungsträger bereits einen Vertrag für 2010/11. Reichlich Cap Space ist ebenfalls vorhanden, so dass die Clipps die ein oder andere Verstärkung sowie einige Rollenspieler holen können.
Februar 15, 2010 von um 4:03 pm · Abgelegt unter: Allgemein
Die Basketball Welt ist groß – jedenfalls im Internet. Deswegen stellen wir euch heute wieder mal einen Blog vor. Das Trifecta Mag bringt immer wieder interessante Geschichten über die NBA. Die Seite informiert euch nicht nur, über alles wichtige, sondern kommentiert auch alle Geschehnisse.
So hat die Seite bereits im Dezember verkündet, dass die Denver Nuggets näher am NBA Titel sind als die Cleveland Cavaliers. Gleichzeitig wird in dem Post auch noch erklärt, warum Carmelo Anthony häufig übersehen wird, wenn es um die besten Spieler der Liga geht. Ihr haltet ihn nicht für einen der besten Spieler? Spätestens jetzt solltet ihr euch den Beitrag durchlesen.
Auch wenn ihr wissen wollt, wie der Sieben-Spieler-Trade zwischen den Dallas Mavericks und den Washington Wizards einzuordnen ist, lohnt ein Besuch beim Trifecta Mag. Die Seite geht ausführlich den bisher größten Trade der Saison ein und erklärt, warum es von den Mavs richtig war, Josh Howard abzugeben.
Das Trifecta Mag ist eine klare Bereicherung für NBA Fans im Netz. Und weil alle Berichte mit viel Meinung ausgerüstet sind und eine klare Linie haben, sorgen sie für reichlich Gesprächsstoff. Dabei wird das Trifecta Mag dennoch nicht boulevardesk, sondern liefert profunde Argumentationen.
Adresse: http://www.trifectamag.wordpress.com

Februar 14, 2010 von um 2:15 pm · Abgelegt unter: Allgemein
Was war das bisherige Highlight des All Star Wochenendes? Nicht die Rookie Challenge. Nicht der Slam Dunk Contest. Es war der Trade, der Caron Butler und Brendan Haywood zu den Dallas Mavericks brachte. Mit im Gepäck: Die Hoffnung, dass das aus dem Team einen Contender für den NBA Titel macht.
Caron Butler und Brendan Haywood machen das Roster der Mavericks wesentlich stärker. Dafür mussten die Mavs Josh Howard, Drew Gooden, Quinton Ross und James Singleton an die Washington Wizards abgeben. Die Verluste sind mehr als verschmerzbar: Ross und Singleton sind Rollenspieler am Ende der Rotation. Howard ist weit entfernt von seiner früheren Form. Gooden ist zwar ein guter Verteidiger, spielt diese Saison aber sehr unkonstant.
Butler und Haywood sind echte Verstärkungen
Caron Butler hat den Drang zum Korb eingebaut. Mit etwas Platz ist er am stärksten, wenn er an seinem Gegenspieler vorbeigehen und per Dunk oder Lay-Up abschließen kann. Dazu wirft er auch hochprozentig aus der Mitteldistanz und kann durchaus auch von weiter draußen werfen. Damit wurde Butler 2007 und 2008 sogar All Star.
Mit Brendan Haywood bekommen die Mavs dazu einen der besten Verteidiger der Liga. Selbst Dwight Howard von den Orlando Magic ist von den defensiven Qualitäten des Centers beeindruckt. Auch beim Rebound agiert Haywood stark und greift auch dank seiner Größe im Schnitt 10,3 Rebounds. Vor allem das können die Mavericks, die seit Jahren auf dem Center schlecht besetzt sind, mehr als gut gebrauchen.
Die Mavs brauchen einen Schub nach vorne
Aber ist dieser Deal der Blockbuster Trade des Jahres? Der nach dem Vorbild von Kevin Garnett und Pau Gasol den Mavericks in die Nähe des NBA Titels bringt? Dallas hat diese Saison stark begonnen mit Siegen gegen die LA Lakers und die Cleveland Cavaliers. Damit haben sie bewiesen, dass sie mit den besten Teams der Liga mitspielen können. Es folgten seit Jahresbeginn viele Niederlagen – unter anderem gegen eben jene Lakers.
Durch den Trade könnte sich das ändern. Wenn sich Butler und Haywood schnell genug ins System der Mavericks integrieren, könnten sie dem Team einen gewaltigen Schub geben. Ob das gelingt, ist schwer vorauszusagen. Es ist Mitte Februar. Und damit läuft die Regular Season nicht mehr lange. Dallas hat noch 30 Spiele vor sich, in denen sie weiter zusammenwachsen und sich eine gute Position für die Playoffs erarbeiten können.
Auf dem Papier sind die Mavs ein Contender
Fest steht, das Roster der Mavericks ist nun sehr stark besetzt: Jason Kidd ist der erfahrene Playmaker, der zwar nicht mehr so korbgefährlich ist wie früher, aber das Spiel immer noch gut aufbaut. Caron Butler und Shawn Marion können beide stark zum Korb ziehen. Dirk Nowitzki spielt eine starke Saison und ist in den entscheidenden Phasen stärker als früher. Brendan Haywood oder Erick Dampier bringen Größe unter den Korb und brauchen sich vor keinem Center in der NBA zu verstecken. Und auf der Bank sitzt mit Jason Terry einer der besten Sechsten Männer.
Die ersten Bewährungsproben für die neu formierten Mavericks kommen bereits im Februar, wenn Dallas unter anderem gegen die Phoenix Suns, Orlando Magic, Atlanta Hawks und LA Lakers spielt. Nach diesen Spielen wird sich zeigen, wieviel Butler und Haywood den Mavericks geben können. Ein Funken Hoffnung gibt der Trade von Butler und Haywood auf jeden Fall, aber ob es reicht, um zum Contender aufzusteigen, bleibt abzuwarten.
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Beide Bilder stammen von Keith Allison.
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