Mai 27, 2006 von Tobi um 4:35 am · Abgelegt unter: NBA
Nein, das is kein Dankeschoen fuer den moeglichen Sieg in Spiel 2 gegen Phoenix (das Spiel laeuft gerade im dritten Viertel). Wie immer habe ich die Halftime Show mit Charles und Kenny Smith gesehen. Doch diesmal war es fuer uns Deutsche nicht lustig. Eigentlich wollte ich ueber Dirk’s Fehltritt hier nicht berichten.
Waehrend der Serie gegen San Antonio wurde er gefragt, wie er die Ruhe bei seinen wichtigen Freiwuerfen behaelt. Dirk’s Antwort:”Ich versuche einfach ruhig zu bleiben und denke an David Hasselhoff’s Song “Looking for freedom”. Darueber wurden in der amerikanischen Presse nun schon genuegend Witze gemacht. Soweit so gut. Man muss auch Spass verstehen und immerhin haben wir ja auch “Baywatch” und “Night Rider” geliebt!
Wen sehe ich nun im ersten Viertel unter den Zuschauern? Natuerlich, David Hasselhoff. Es dauerte nicht lange bis der erste TNT Reporter bei ihm war, um ihm ein paar Fragen zu stellen. David’s Aussage, seine Favoriten in der NBA waeren Steve Nash und Dirk Nowintzki – nein kein Schreibfehler, so nannte er Dirk, war damit nicht mehr sehr glaubwuerdig. Ausserdem meinte er dann auch noch Witze ueber deutsche Fans zu machen, denen er einen grossen Erfolg waehrend seiner Karriere zu verdanken hatte.
Wenigstens Sir Charles hat es erkannt und meinte:”Dirk spielt heute nicht wie Hasselhoff, er kaempft eher wie 2Pac“.
Mai 26, 2006 von Tobi um 5:48 pm · Abgelegt unter: NBA
Was sagt man denn nun dazu? Dallas Divise fuer Spiel eins der Western conference Finals lautete: Defense! Das hat dann wohl bei einem Ergebnis von 118 zu 121 nicht ganz gelungen. Man wollte Steve Nash bei 30 Punkten halten – das hat geklappt. 16 Assists waren dann aber auch nicht vorgesehen. Steve Nash hat Dallas fast im Alleingang erledigt – auch wenn der franzoesische MIP Boris Diaw den entscheidenden Korb erzielt hat. Avery Johnson’s Grund fuer die Niederlage:”Defense, Defense und nochmals Defense”. Die Mavs sind in Spiel eins wieder su den alten Mavs geworden: “run and gun”. Doch das wird sie nicht ins NBA Finale bringen.
Was wird nun in Spiel zwei passieren? Die Mavericks rund um “crazy cuban” (der waehrend des Spiels nun wirklich nichts auf der Mavericks Bank zusuchen hat) werden nun ihre Transition Defense auspacken muessen und so Spiel zwei gewinnen. Die Suns haben es ohnehin schwerer: Zum einen haben sie das zweite Spiel in jeder Serie bisher verloren und muessen ausserdem auf Raja Bell verzichten, der sich eine Verletzung an der Wade in Spiel 1 zugezogen hat.
Das Spiel wird wieder auf TNT uebertragen, juhu, Charles Barkley ;) TNT hat als Einspieler fuer ihre NBA post-season coverage einen Song von Fort Minor (Hip Hop Projekt von Linkin park’s Mike Shinoda). Der Song mit dem Titel “Remember the name” hat folgenden Refrain: “This is 10 percent luck, 20 percent skill, 15 percent concentrated power of will, five percent pleasure, 50 percent pain and 100 percent reason to remember the name.”
(Das Video ist am Ende des Posts zu sehen)
Damit setzt TNT seine Strategie fort, naemlich junge Stars in ihre Einspieler aufzunehmen. Dies geschah so ja auch schon beim All Star Game mit Pharell.
Die Promos am Fernseher werde uebrigens von Spike Lee angefertigt. Er muss sich ja nun fast neue Aufgaben fuer die post-season suchen – die New York Knicks kann er ja schon seit langem in den Finals nicht mehr anfeuern ;)
Mai 24, 2006 von Tobi um 7:44 pm · Abgelegt unter: NBA
Was denkt Lindsey Hunter wenn er an die Hallendecke des Palace of Auburn Hills blickt? Wenn er aufschaut zu seinem Jugendidol Isiah Thomas, zu seinem Mentor Joe Dumars, zu Dave Bing und zu Vinnie Johnson. Als er gedraftet wurde hatte man ihm eine Zukunft prophezeit, die ihn in diesen würdigen Kreis führen könnte- jetzt, in seiner dreizehnten NBA Saison ist diese Ehre außer Reichweite. Ein Grund die Basketballschuhe bald an den Nagel zu hängen über dem steht: „Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen“? Nein, denn bei alledem was Lindsey Hunter aus seiner Collegezeit nicht hinüber zu den Profis retten konnte, ist er doch ein Name an den man sich in Detroit gerne erinnern wird.
SWAC Regular Season und Tournament MVP, Conference Top Scorer mit 26,7 Punkten pro Spiel, diverse Schulrekorde an der Jackson State University, Black College Player of the year, 48 punkte gegen Kansas- die Erfolgsliste aus Collegetagen ist in Vergessenheit geraten.
In der NBA sollte er der Nachfolger von Isiah Thomas werden doch es reichte nur zum Mitspieler von Grant Hill. Ein Karriereschnitt von 9,2 Punkten und 2,8 Assists ist nichts was an die Nummer 11 auf dem blauen Banner erinnert. Auch wenn er sich im Laufe der Karriere auf seine Verteidigungskünste besann, eine Auszeichnung in den NBA Analien wurde ihm dafür nicht gegönnt. Die Nummer 1, die er sieben Jahre lang auf seinem Pistonstrikot lesen konnte, wird in der Zukunft vielleicht zu Ehren seines Teamkollegen Chauncey Billups nicht mehr vergeben. Seine 748 Dreier reichten nicht aus, um an Joe Dumars in der ewigen Bestenliste vorbeizuziehen.
Und trotzdem hat Lindsey Hunter etwas, das Dave Bing verwehrt geblieben ist und um das sich die Jagd in der NBA eigentlich dreht: Championshipringe- zwei Stück- einer von den Lakers und einer gegen die Lakers. Vielleicht kann Lindsey Hunter nun doch den großen Namen etwas vorraus haben in dem er dieses Jahr seine dritte Meisterschaft feiert.
Und auch wenn er nicht neben Vinnie Johnson auf den Bannern gelistet wird, so hat er doch dieselbe Funktion wie dieser zu Tagen der Bad Boys: Von der Bank kommen und Punkte machen. So wie in Spiel eins gegen Cleveland, als er vier Dreier in Folge warf und damit die Partie vorzeitig entschied, oder Spiel sieben gegen die Cavs als er mit ein paar Würfen dafür sorgte, dass die Pistons sich absetzten und schließlich wieder ins Conference Finale einziehen konnten.
Lindsey Hunter wird seine Schuhe an den Nagel hängen, über dem steht „Champion“.