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Archive for Mai, 2007

Die Kobe Story

Na gut, weil es ja gewünscht wurde, und weil uns die diesjährigen Playoffs eh nicht vom Hocker reißen und auch wir uns folglich nach allem umsehen, über das wir schreiben können… hier die Kobe Hollywood Story Part 9, 13. Akt, 4. Szene. Und Aktion!

In einem Radio Interview der New Yorker Stephen A. Smith´s Show forderte Kobe Bryant einen Trade. Jetzt war die Katze aus dem Sack. Obwohl er alle Gerüchte wenige Stunden später wieder dementierte, stellte er aber trotzdem die ganze Basketball Welt kurzzeitig auf den Kopf, welche sich jetzt die möglichsten bzw. unmöglichsten Trade Szenarien vorspinnt. Endlich passiert etwas zwischen gähnend langweiligen San Antonio Utah Begegnungen und zum x-ten Mal diskutierten Durant oder Oden Draftanalysen, müssen sich wohl etliche Kolumnisten und Blogger des ganzen Planeten gedacht haben und hauten ihre Versionen vorstellbarer Trades in die Tasten.

Wirklich ernst zu nehmen sind meiner Meinung nach keine, da Kobe Hollywood ist und Hollywood nun mal in Los Angeles liegt. Ich glaube nicht, dass das Management der Lakers nochmals den Fehler macht und einen Superstar tradet. Bevor sie das machen kaufen sie ihm lieber 40 gut aussehende Jungfrauen und erfüllen ihm auch sonst jeglichen Wunsch (Obwohl Kobe sicher die ganzen Frauen ablehnen würde, da er ja verheiratet ist… zwinker, zwinker).

Aber gut, vergessen auch wir mal die gottgegebene Logik und überlegen uns mal, welche Teams mit den Lakers bei einen Kobe Deal in das Geschäft kommen könnten. Dabei müssen wir berücksichtigen, dass Herr Bryant sicher nur zu einem Team gehen würde, bei dem er sich auch mögliche Chancen auf den Titel ausrechnen kann. Einen weiteren Neuaufbau einer Mannschaft wird er sicher nach den drei peinlichen Jahren in L.A. wohl nicht mehr mitmachen. Des Weiteren, gibt es Teams für die es Gehaltstechnisch und Trade-Regeltechnisch völlig unmöglich ist Kobe zu holen. Also fliegen schon mal 25 Franchises raus. Bleiben: Dallas, Chicago, Phoenix und Houston.

Houston müsste irgendeinen Deal um T-Mac einfädeln. Aber Tracy würde sicher nicht sehr motiviert nach Los Angeles gehen, wenn er die Mannschaft betrachtet die ihn dort erwartet. Somit würden die Lakers einfach einen unzufriedenen Superstar gegen einen anderen austauschen. Sehr unwahrscheinlich!

Dallas könnte Stackhouse, Terry und Howard anbieten. Bei diesem Deal würde Dirk endlich Unterstützung in den Crunchtime Moments erhalten und müsste selber nicht die Verantwortung übernehmen. Kobe wird ihm liebend gern alle entscheidenden und wichtigen Würfe abnehmen und Dirk bräuchte keine Versagens-Ängste mehr haben. Na ja, aber seien wir mal ehrlich…

Chicago… OK, Chicago lasse ich mir mal eingehen. Mit Deng, Gordon und/oder PJ Brown, hätten sie die das nötige finanzielle sowie talentierte Gegengewicht zu Kobe (so ungefähr jedenfalls). Für den potenziellen Nachfolger der Jordan Ära käme ein Traum in Erfüllung in Chicago zu spielen, und auch die Lakers würden gutes Spielermaterial bekommen, auf dem sie aufbauen könnten.

Phoenix bleibt für mich als letzter möglicher Kandidat eines Trades. Mit Marion, Barbosa und Banks ließe sich auch ein halbwegs realistischer Deal durchführen. Doch passt der eher eigensinnig spielende Bryant in das mannschaftlich ausgerichtete System der Suns? Auch spielt doch in Phoenix ein gewisser Raja Bell der nicht gerade als Busenkumpel Kobes gehandelt wird. Dann könnte man ja gleich versuchen Ron Artest mit Ben Wallace in einem Team zu vereinen oder Brendan Haywood und Etan Thomas, (ach ja die spielen ja bereits zusammen…)… oh, oh, oh, Stress vorprogrammiert. Auch hier bin ich mir nicht so sicher…

Abschließend möchte ich noch mal loswerden, dass ich der Meinung bin, dass auch in der nächsten Saison Kobe in Lila-Gold auflaufen wird, es sei den die Lakers ändern ihre Trikots Farbe…

Die Spurs schaffen es in die Finals…

…und dies eigentlich auch ohne große Mühe. Gestern machten sie alles klar, indem sie Utah mit 109 zu 84 in die Knie zwangen und somit die Western Conference Finals mit 4 zu 1 gewannen. Toni Parker spielte groß auf und legte gleich zu Beginn des Spiels die Weichen für die dritte Finals Teilnahme seines Teams in den letzten fünf Jahren.

Genauso wie im Spiel gegen die Golden State Warriors betrat Derek Fisher das Spielfeld erst zur zweiten Hälfte. Da er in New York bei seiner an einem Augenleiden erkrankten Tochter verweilte, schaffte er es erst in der Halbzeit nach San Antonio zu kommen. Aber selbst dieser emotionale Schub konnte die Serie aus Sicht der Utah Jazz nicht mehr drehen.

Die Jazz werden meiner Meinung nach nächstes Jahr noch besser werden. Mit Daron Williams haben sie schon jetzt einen der Top 3 Aufbauspieler der Liga, welcher sich in den kommenden Jahren noch verbessern wird. Wenn Kirilenko gesund bleibt und ohne Verletzungssorgen die folgende Saison durchspielen kann, bildet er zusammen mit Boozer und Okur einen der stärksten Front Courts der Liga. Auch auf der Bank sind die Jazz mit Harpring, Giricek und Fisher eigentlich nicht schlecht besetzt und wenn sie ihre Talente Millsap und Brewer weiter fördern und verbessern können, haben sie im Prinzip das Ticket für die Playoffs der nächsten Jahre gelöst. Vielleicht schaffen sie es ja im Sommer einen soliden Shooting Guard zu verpflichten oder per Trade ins Boot zu holen. Wenn die Jazz dieses Problem auf der Flügel Position in den Griff bekommen, dann glaub ich ist einiges Möglich und das bereits im kommenden Jahr.

Die Frage nach dem Gegner der Spurs in den Finals wird sich erst noch klären müssen. Nachdem die Cavaliers beide Heimspiele gewonnen haben, ist die Serie jetzt ausgeglichen. Es steht 2 zu 2.
Nur zu Erinnerung, wenn die Spurs zuletzt das Finale erreicht haben gewannen sie auch anschließend immer den Titel. Keine guten Aussichten also für Cleveland oder Detroit.

Dies und das…

Die Spurs haben in Utah ihr erstes Spiel dieser Saison mit 91 zu 79 gewonnen. Seit 1994 lautete die Bilanz der Spurs in Salt Lake City in den Playoffs 0 zu 9. Seit gestern abend 1 zu 9.

Bruce Bowen mag Carmex. Nach einem turbulentem Spiel 4, bewarfen einige Jazz-Anhänger den möglicherweise unbeliebtesten Spieler der NBA (wenn man nicht gerade Spurs Fan ist) mit den kleinen Lippenbalsam Tuben. “They threw Carmex at me,” Bowen said. “I like Carmex, but not getting it thrown at me.” bekannte sich Bruce Bowen nach dem Spiel. Jetzt hat halt der härteste Verteidiger der Liga die weichsten Lippen, sofern er die Tuben vorschriftsmäßig verwendet. Zuvor sind Derek Fisher und Jazz-Coach Jerry Sloan vom Platz gestellt worden.

Larry Hughes fehlt voraussichtlich in Spiel 4. Bei einer Landung nach einem Korbleger im letzten Spiel verletzte er sich am Fuß. Wenn Larry nicht spielen kann müssen Eric Snow und Daniel Gibson ihn ersetzen. Roockie Daniel Gibson zeigte im letzten Spiel sehr gute Leistungen, traf zwei wichtige 3er und klaute einige Male den Ball.

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