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Archive for Oktober, 2009

Mavericks gewinnen bei den Lakers

Bei 82 Spielen in der Regular Season ist man leicht versucht, einem einzelnen Spiel keine besondere Bedeutung beizumessen. Schließlich gibt es noch 81 andere Spiele, die man gewinnen oder verlieren kann. Aber die Partie der LA Lakers gegen die Dallas Mavericks kann durchaus als Vorzeichen für die neue Saison gewertet werden.

Die Mavericks haben über fast die gesamten 40 Minuten den stärkeren Eindruck gemacht. Der Ball lief gut und schnell durch mehrere Hände, bevor Dallas den Abschluss suchte. Die Lakers wirkten dagegen stets auf der Suche nach ihrem Rhythmus. Sie schoben die Verantwortung oft zu Kobe Bryant, der jedoch mit einer Wurfquote von 31,58 Prozent aus dem Feld und 25 Prozent von der Dreierlinie keinen guten Tag erwischte. Mit 20 Punkten legte er ein – für ihn – solides, aber nicht gutes Spiel hin.

Auf der anderen Seite hatte auch Dirk Nowitzki kein großes Wurfglück. Immerhin 35,71 Prozent traf er aus dem Feld und ebenfalls 25 Prozent von der Dreierlinie. Weil er von der Freiwurflinie fast fehlerlos war und zehn von elf Würfen traf, legte er mit 21 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double hin.

Nicht die Stars haben das Spiel entschieden

Man kann sagen, dass sich die beiden Franchise-Player ausglichen. Die Unterschied machten an diesem Abend die weiteren Akteure. Bei den Lakers kam von ihnen nicht viel Unterstützung. Andrew Bynum kam auf 14 Zähler, Shannon Brown auf 12 und Lamar Odom auf 10. Der Rest ist nicht erwähnenswert. Auffällig auch: Von der Bank scorte lediglich Brown zweistellig. Der Guard machte ein ganz starkes Spiel und glänzte auch mit einem Highlight Dunk – nach einem versemmelten Dreier von Bryant. Checkt das Highlight-Tape, dort ist es drauf. Wenn er über die Saison weiter solche Auftritte hinlegt, wird er für die Lakers noch sehr wertvoll sein.

Aber zurück zu diesem Abend und zu den Mavs: Shawn Marion zeigte hier seine Power – vor allem auf dem Weg zum Brett – und kam auf 18 Punkte. Mit Jason Terry, der 16 Zähler markierte, und Jose Barea, der 12 hinlegte, trafen zudem zwei Bankspieler zweistellig. Selbst Erick Dampier machte ein gutes Spiel. Mit 8 Punkten und 10 Rebounds verpasste der ewig gescholtene Center nur knapp ein Double-Double.

Die Mavs können mitspielen

Das Spiel gibt deutlichen Anlass zur Hoffnung für die Mavericks. Nicht nur weil sie mit den Lakers den Titelträger geschlagen haben – und das auch noch im Staples Center. Vor allem weil sie eine ausgeglichene Mannschaftsleistung zeigen. In der es durchaus auch noch Luft nach oben gibt. Jason Kidd agierte oft unglücklich, ließ sich zu schlechten Pässen verleiten und machte in der Defense zu wenig Druck. Sechs Turnover standen für ihn im Scoreboard. Dazu noch zwei Punkte und elf Assists.

Die Saison ist noch am Anfang und die Mannschaften müssen sich noch finden. Und es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass Los Angeles auf Pau Gasol verzichten musste. Aber Dallas ist bereits auf einem guten Weg. Nicht wenige sahen trotz der Verstärkungen die Play Offs für die Mavs in Gefahr. Das Spiel zeigt: Dallas kann Basketball spielen. Zu den Titelkandidaten kann man sie nicht zählen, weil die Lakers dafür auch selbst zu viele Probleme hatten, aber sie können auf Augenhöhe mit den Topteams agieren. Und das ist eine klare Verbesserung zur vergangenen Saison!

Das Video zum Spiel LA Lakers – Dallas Mavericks

Ist Blake Griffin selbst Schuld?

Als die LA Clippers mit dem Kracher gegen die LA Lakers in die Saison starteten, durfte Blake Griffin nur zusehen. Der Nummer 1 Pick saß in Anzug und Krawatte auf der Bank und verfolgte die Niederlage seiner Mannschaft.

Erst am Mittag hatten die Clippers bekannt gegeben, dass Griffin mit einem Bruch der Kniescheibe ausfällt. Bis zu sechs Wochen wird sein Team ohne ihn, der schon wie ein Heilsbringer gefeiert worden war, auskommen müssen.

Aber wie war es eigentlich dazu gekommen? Ein Bruch der Kniescheibe ist äußerst selten. Nur etwa 1 Prozent aller Frakturen betreffen sie. Ursachen sind für gewöhnlich heftige Stürze auf’s Knie. Doch bei Griffin soll es sich um eine Stressfraktur handeln.

Eine Stressfraktur – auch Ermüdungsbruch – ist den meisten NBA-Fans bereits geläufig. Schließlich hing jüngst die Karriere von Yao Ming an dieser Verletzung. Übermäßige, lang anhaltende und vor allem falsche Belastungen können zu solchen Brüchen führen. Bei Yao war es der Fuß, der nachgab. Dort treten am häufigsten Stressfrakturen auf. Bei Griffin also die Kniescheibe, was durchaus als extrem ungewöhnlich bezeichnet werden kann.

Schon bevor sich der Power Forward zum Draft angemeldet hatte, kursierten bereits Gerüchte über das harte Training von Griffin. Der Gewichte stemmte, wenn sich seine Teamkollegen auf ein Eis trafen. Der an Drill-Camps an Sandstränden teilnahm. Der bis zur Erschöpfung arbeitete, um seinen Körper auf die NBA vorzubereiten. Verständlich.

Aber offensichtlich auch etwas übereifrig. Denn es sieht so aus, als wenn er sich mit diesen Drills überlastet hätte. Seinem Körper hat er nicht genügend Zeit gegeben, um sich an sein eigenes Trainingsprogramm zu gewöhnen. Die Folge sind dann Verletzungen in Bereichen, wo sie sonst nicht auftreten.

Man kann nur hoffen, dass Blake Griffin sich nicht zu früh zu einem Debüt hinreißen lässt und dass er es anschließend nicht weiter übertreibt mit dem Training. Denn das Beispiel Yao hat gezeigt, dass ein Ermüdungsbruch nicht nur einmal auftreten muss. Wenn Griffin nach seiner Genesung dort weitermacht, wo er vorher aufgehört hat, stehen die Chancen gut, dass er als Dauerverletzter Nummer 1 Pick in die Geschichte eingeht. Als einer, der sein Potential niemals voll ausschöpfen könnte. Ironischerweise obwohl er genau das vorhatte.

NBA Saison Vorschau: Northwest

Mit dem Nordwesten wird die NBA Preview abgeschlossen. Und dort finden sich einige aufstrebende und ehrgeizige Franchises: Die Denver Nuggets haben bereits in den Play Offs gezeigt, dass sie zu den Top Teams der Liga gehören. Die Portland Trail Blazers wollen das gerne sein. Die Minnesota Timberwolves, Utah Jazz und Oklahoma City Thunder haben zudem einige gute Anlagen und komplettieren die Division.

Denver Nuggets

Chauncey Billups und Carmelo Anthony werden in ihrer zweiten gemeinsamen Saison noch besser harmonieren. Um die beiden wurde ein starkes Roster gebastelt, das mit Nene, Kenyon Martin und J.R. Smith einen guten Frontcourt hat. Die Nuggets gehören damit zum Kreis der Favoriten. Einziges Problem an der Sache: Die Nuggets selbst. Smith ist als Troublemaker ebenso bekannt wie Chris Andersen. Und auch Anthony hat in der Vergangenheit bereits Unheil angerichtet. Arbeiten alle über die gesamte Saison konzentriert an ihrem Game, kann die Mannschaft auch gegen die Besten bestehen.

Minnesota Timberwolves

Erst brach sich Kevin Love im Kraftraum die Hand, dann hat Al Jefferson Probleme an der Achillessehne bekommen. Der Saisonstart wird sich für Minnesota daher holprig gestalten. Zumal Ramon Sessions ein ordentlicher, aber nicht überragender Aufbau ist und Rookie Jonny Flynn sich dahinter über jede Spielminute freuen kann. Die Wolves haben zwar einige Talente im Kader, aber es fehlt an allen Ecken und Enden: Jefferson ist eigentlich kein Center, auch wenn er seinen Job gut macht. Ansonsten sind einzig Ryan Gomes und Love gefährlich – allerdings mit Abstrichen. Damit sind die Play Offs für die Wolves wie schon in der Vergangenheit in weiter Ferne.

Oklahoma City Thunder

Die Thunder haben 2008/09 gefallen. Und von den jugendlichen Kevin Durant und Russell Westbrook ist eine weitere Steigerung zu erwarten. Dazu kommt mit James Harden der dritte Pick der Draft. Der Shooting Guard hat einen gehörigen Zug zum Korb und kann sich in der jungen Franchise gut entwickeln. Doch wenn von Potential in Bezug auf ein Team gesprochen wird, übergeht man damit gerne das Fehlen von Erfahrung. Die Thunder werden daher weiter Lehrgeld zahlen müssen und die Play Offs verpassen. Die Siegesbilanz ist aber in Oklahoma City eher untergeordnet: Die Entwicklung der Mannschaft steht hier im Vordergrund.

Portland Trail Blazers

Die Portland Trail Blazers haben sich in den vergangenen Jahren einen starken Kern erarbeitet: Brandon Roy und LaMarcus Aldridge sind zwei ganz große Talente, die auch schon ganz große Leistungen abliefern. Ihre Verträge wurden langfristig verlängert, so dass die Richtung für die Blazers klar ist: Es geht nach oben. Mit Andre Miller hat die Franchise zudem einen erfahrenen Aufbau geholt, der die junge Truppe anführen soll. Weiterer Lichtblick ist der Spanier Rudy Fernandez, der mit seinen Distanzwürfen sehr gefährlich ist. Portland kann daher schon mal für die Play Offs buchen und sollte dort als Geheimfavorit ernst genommen werden.

Utah Jazz

Der Sommer ist vorbei und Carlos Boozer steht noch immer im Kader der Utah Jazz. Obwohl sich Team und Spieler bereits darauf verständigt hatten, in Zukunft getrennte Wege zu gehen, wurde kein Abnehmer für den Power Forward gefunden. Ob er am Ende der Saison noch immer für die Jazz spielt, ist indes unsicher. Gut möglich, dass Boozer vor den Trading Deadline eingetauscht wird. Und wenn das Management mit diesem Trade Material gut umgeht und eine echte Verstärkung holt, kann Utah schnell zu einem Contender aufsteigen. Solange steht die Mannschaft im Mittelfeld der Liga. Denn außer Deron Williams, der mit 25 langsam aber sicher ins beste Aufbauspieler Alter kommt, hat die Mannschaft nicht viel zu bieten.

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