Dass Greg Oden einer der talentiersten Big Men ist, dürfte außer Frage stehen. Der Center steht meistens goldrichtig, greift mit seiner Athletik Rebound um Rebound ab und hat einige smoothe Bewegungen drauf, um im Low Post zu scoren. Dass Greg Oden 2007 von den Portland Trail Blazers an erster Stelle gedraftet worden ist, sollte daher nicht wirklich verwundern.
Aber ob er jemals ein Star in der NBA wird, ist derzeit äußerst fraglich. Im Dezember 2009 brach sich Oden die linke Kniescheibe und verpasste den Rest der Saison. Zum Start der neuen Spielzeit sollte Oden wieder fit sein, hieß es damals. Doch das Comeback wurde nun auf unbekannte Zeit verschoben. November, Dezember oder vielleicht sogar erst im neuen Jahr – derzeit weiß es niemand.
Dabei geht es inzwischen weniger darum, wann Oden wieder zurückkommt, sondern wie. Nach der Mikrofraktur im rechten Knie ist dies bereits die zweite schwere Knie-Verletzung des Centers. Und nach Brüchen der Kniescheibe bleiben oft über Jahre Schmerzen, auch wenn man das Knie nur leicht belastet. Bei einem NBA Spieler, der etwa 130 kg wiegt, ist das kaum zu vermeiden.
Hinzu kommt die mangelnde Spielpraxis: In gerade mal 82 NBA-Spielen konnte Oden bislang auflaufen – wohlgemerkt nicht in einer Saison, sondern insgesamt drei. Für die Entwicklung eines jungen Talents ist das nicht gerade förderlich. Greg Oden wird es schwer haben, an sein altes Niveau heranzukommen, und noch schwerer, in der NBA Fuß zu fassen. Unmöglich ist das bei seinem Potential aber natürlich nicht.
September 27, 2010 von Laura um 11:13 am · Abgelegt unter: Streetball
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Einen Ring hat Carmelo Anthony seit diesem Sommer an seinem Finger. Von seiner frisch geheirateten Ehefrau Lala Vazquez. Ein Ring für einen NBA Titel wird in naher Zukunft wohl kaum dazukommen. Dabei will der Small Forward genau für dieses Ziel die Denver Nuggets verlassen.
Spätestens nächsten Sommer wird sich die längerfristige Zukunft von Melo entscheiden. Er ist derzeit 26 und damit im besten Basketball Alter. Wenn er die Unterschrift unter seinen nächsten Vertrag setzt, möchte er das auf jeden Fall bei einem Contender tun. Vor allem mit den New York Knicks und Chicago Bulls wird er in Verbindung gebracht. Bei beiden kann er durchaus um den Titel mitspielen, gewinnen wird er ihn trotzdem nicht.
Carmelo Anthony bei den New York Knicks
In New York kann Carmelo Anthony ein starkes Duo mit Amare Stoudemire bilden, der erst diesen Sommer als Free Agent zum Big Apple gewechselt ist. Aber den Knicks fehlen noch immer die passenden Rollenspieler, um ernsthafte Titel-Ambitionen zu haben. Vor allem im Backcourt ist das Team zu schwach besetzt. Point Guard Raymond Felton und Shooting Guard Kelenna Azubuike haben nicht die Klasse, um gegen Kobe Bryant oder Dwyane Wade zu bestehen.
Hier müssten die New York Knicks noch nachbessern und die einzige Möglichkeit dafür bieten ihnen Free Agents. Denn für Trades können die Knicks kaum genügend Spieler-Material zusammenbekommen. Und auch Draft-Picks hat New York für die nähere Zukunft bereits abgegeben. Unter diesen Voraussetzungen wird es für die Knicks sehr schwierig, wenn nicht unmöglich sein, einen Kader zusammezustellen, der in den Playoffs gegen die LA Lakers oder Miami Heat eine Chance hat.
Carmelo Anthony bei den Chicago Bulls
Die Bulls verfügen über eine gute Mischung junger Talente und haben sich mit Carlos Boozer enorm verstärkt. Carmelo Anthony wäre in Chicago der Go-to-Guy eines starken Teams, das weit in die Playoffs vordringen kann. Um Melo zu holen, müssten die Bulls jedoch nach derzeitigem Stand Joakim Noah abgeben – keine unerhebliche Schwächung.
Die Starting Five sähe dann ungefähr so aus: Derrick Rose, Ronnie Brewer, Carmelo Anthony, Carlos Boozer und Kurt Thomas. Gerade auf den tiefen Positionen ist das nicht gut genug, um den Titel zu holen – schließlich hätte man sowohl gegen die Miami Heat als auch gegen die Orlando Magic hier erhebliche Match-Up-Probleme. Und von außen fehlt den Bulls derzeit die nötige Firepower, um das auszugleichen.