Eines muss man LeBron James oder besser der Marketing-Abteilung von Nike lassen: Sie erkennen die richtigen Trends zur richtigen Zeit. Entsprechend ist ihnen nicht entgangen, dass die Popularitäts-Werte von LBJ seit seiner “Decision” in den Keller gerast sind wie der Aktien-Kurs von BP.
Aber was tun, um wieder beliebt wie eh und je zu sein? Genau das fragt sich jetzt auch LeBron James im neuen Werbe-Spot von Nike. What should I do? What should I do? What should I do? Ähnlich einprägsam wie einst Spike Lee fragt sich das LBJ in der Commercial.
Sportlich ist das ganz normal
Wenn man mal darüber nachdenkt, ist die ganze Aufregung eigentlich ganz schön übertrieben: LeBron hat über Jahre versucht, mit den Cleveland Cavaliers den NBA Titel zu holen – vergeblich. Nun sucht er sich ein anderes Team, um seinen Traum zu verwirklichen. Das passiert in der Sport-Welt jeden Tag ungefähr tausendmal, ohne dass auch nur irgendjemand mit der Schulter zuckt.
Sonst wäre Kevin Garnett auch niemals bei den Boston Celtics gelandet. Rein sportlich kann man seine Entscheidung mehr als nachvollziehen, auch wenn man sich darüber ärgern mag, dass ein zusammgekauftes Team auf einmal um die Meisterschaft spielen kann. Man mag es halt lieber wie im Film, wenn sich der Außenseiter über Jahre seinen Erfolg hart erarbeitet. Vielleicht sind die Oklahoma City Thunder gerade deswegen so beliebt.
Es ist natürlich mehr die Art und Weise, mit der er seine Entscheidung bekannt gegeben hat, die uns alle am meisten verärgert. Das war dumm von ihm oder besser seiner Marketing-Abteilung. Jetzt macht sich also die Nike Marketing-Abteilung auf, um den Fehler von LeBrons Marketing-Abteilung wieder gut zu machen. Das Video ist auf jeden Fall sehenswert. Und sobald LBJ mit seinen krachenden Dunks in den Highlight-Tapes landet, werden seine Fans ihm auch wieder verzeihen. Starke Leistungen sind es schließlich, die uns am meisten begeistern.
Und was hat das mit Nike zu tun?
Ach ja, es bleibt noch die Frage, warum sich die Nike Marketing-Abteilung soviele Gedanken über das Image von LeBron James macht. Zum einen natürlich, weil er das Aushängeschild in Sachen Basketball ist. In jedem Nike-Spot ist LBJ zu sehen – und nicht Kobe Bryant zum Beispiel. Zum anderen erscheint gerade sein neuer Schuh, der Nike Air Max LeBron VIII.
Der Basketballschuh ist mit der Zoom Air Dämpfung ausgestattet und das Upper besteht aus Mesh und Flywire. Damit hat der King an den Füßen wie gewohnt die optimale Unterstützung.
Oktober 20, 2010 von Laura um 3:08 pm · Abgelegt unter: Neuigkeiten
Infos über die NBA oder andere Basketball-Ligen findet man in Deutschland noch immer eher spärlich. Zum Glück gibt es eine immer blühendere Blogger-Szene, die dich mit allen Infos versorgt. Das neueste Projekt ist basketboard.de. Auf der Seite kriegst du alle Infos über Basketball, die du brauchst.
Und das beste: Alle Artikel werden von Jungprofis oder wahren Basketball-Fans geschrieben – das ist ja längst nicht bei allen Sport-Portalen der Fall. Dazu gibt es Umfragen zu aktuellen Themen in der NBA. Derzeit wird zum Beispiel gefragt, ob LeBron James bei den Miami Heat Erfolg haben wird.
Am besten schaut ihr euch den Blog mal selbst an: basketboard.de
Die neue NBA Saison wird eine der spannendsten der letzten Jahre sein. Okay, die 7-Spiele-Finals zwischen den LA Lakers und Boston Celtics sind sicher nur schwer zu überbieten. Aber bereits während der Regular Season und natürlich auch später in der Postseason gibt es reichlich Fragen, die auf eine Antwort warten. Hier sind die 10 wichtigsten Fragen, die sich NBA Fans derzeit stellen:
1. Holt Kobe Bryant Titel Nr. 6?
Wenn die LA Lakers ihren NBA Titel erneut verteidigen, wäre es ein historischer Moment: Kobe Bryant würde seinen 6. Ring am Finger tragen und dadurch mit Michael Jordan gleichziehen. Die Lakers haben ihr Roster kaum verändert gegenüber der vergangenen Saison – als amtierender Back-to-Back Champion muss man das auch nicht unbedingt tun. Wer den Titel holen will, der muss die Lakers schlagen. Und mit ihrer Erfahrung sind Kobe Bryant, Pau Gasol und Co. ein sehr, sehr schwerer Gegner.
2. Wie gut sind die neu formierten Miami Heat?
80,3 Punkte haben die Big Three vergangene Saison zusammen aufgelegt. Wenn auch in unterschiedlichen Teams – rein von der Papierform her sind Dwyane Wade, LeBron James und Chris Bosh kaum aufzuhalten. Nicht ganz so dominant wie erwartet lief jedoch die Preseason: Gegen Detroit, Oklahoma City und ZSKA Moskau gewannen die Miami Heat, gegen San Antonio, New Orleans und Charlotte gab es dagegen Niederlagen. D-Wade und LBJ plagten sich zwar noch mit leichten Verletzungen, aber Coach Erik Spoelstra hat noch einige Arbeit vor sich, um die Miami Heat auf Championship-Niveau zu bringen.
3. Wer wird Rookie of the Year? John Wall oder Blake Griffin?
Gleich zwei Nummer-1-Picks kämpfen dieses Jahr um den Rookie of the Year Award: John Wall und Blake Griffin. Griffin steht dafür zur Wahl, weil er kein einziges NBA Spiel absolvieren konnte, nachdem er sich die Kniescheibe zertrümmert hatte. Nun ist der Power Forward wieder fit und bewies in der Preseason sein Talent. Gegen die Sacramento Kings legte er beispielsweise 18 Punkte und 13 Rebounds auf. Dazu hat er mit Chris Kaman einen starken Center an seiner Seite, der ihm auf dem Spielfeld helfen wird. John Wall hat dagegen die schwierige Aufgabe, eine zerrüttete Franchise zu übernehmen und sich dabei möglichst wenig von Gilbert Arenas ablenken zu lassen. Trotz des unbestrittenen Talents des Point Guards ist das nicht leicht und der Kampf um den Rookie of the Year Award wird umso spannender…
4. Wie lange bleibt Carmelo Anthony noch bei den Denver Nuggets?
Dass Melo die Denver Nuggets verlassen möchte, dürfte inzwischen jeder wissen. Und da sein Vertrag zum Saison-Ende ausläuft, tun die Nuggets gut daran, ihn vorher noch zu traden. Diverse Teams könnte Carmelo Anthony im Winter zum Contender machen. Der Preis dafür war im Sommer relativ klar bemessen: mindestens ein talentierter junger Spieler, Draft-Picks sowie Platz unter’m Salary Cap. Im Winter könnte der Preis vielleicht noch etwas sinken, wenn die Nuggets Angst haben, ihren Franchise-Player ansonsten ohne Gegenwert zu verlieren.
5. Kann Dwight Howard die Liga zum dritten Mal in Folge bei Rebounds und Blocks anführen?
Vergangenes Jahr wurde Dwight Howard der erste NBA Spieler, der die Liga zweimal in Folge sowohl bei den Rebounds als auch bei den Blocks anführte. Sollte dem Center der Orlando Magic das erneut gelingen, wäre ihm der Defensive Player of the Year Three-Peat sicher und ein Platz in der Hall of Fame in ein paar Jahren vermutlich auch. Die Voraussetzungen dafür bringt D12 auf jeden Fall mit. Derzeit gibt es keinen Grund, warum er die Zonen nicht weiterhin dominieren sollte. Gefährlich werden könnten ihm jedoch zum Beispiel David Lee, der sich bei den Golden State Warriors noch einmal steigern könnte und bereits 2009/10 11,7 Rebounds abgriff, sowie Andrew Bogut von den Milwaukee Bucks, der in seinem Break-Out Jahr auf 2,5 Blocks kam.
6. Spielt Kevin Durant bereits auf MVP-Niveau?
Wer Kevin Durant bei der Basketball WM gesehen hat, der muss sich unweigerlich diese Frage stellen: Ist KD bereits auf MVP-Niveau? 30,1 Punkte, 7,6 Rebounds sowie 2,8 Assists lieferte der Small Forward der Oklahoma City Thunder vergangene Saison im Schnitt ab. Diese Stats sind durchaus MVP-würdig. Einziges Problem: Die Thunder gehören nicht zu den absoluten Top Teams der NBA. Das sollte diese Saison jedoch anders aussehen, wenn neben Durant auch Russell Westbrook und James Harden einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die Thunder können dann um die vorderen Plätze in der Western Conference mitspielen und Kevin Durant ein Wörtchen um den MVP-Award mitreden.
7. Wieviel hat Shaquille O’Neal noch im Tank?
Die Boston Celtics wollen unbedingt noch einmal den NBA Titel gewinnen. Und haben dafür Shaq verpflichtet. Der Diesel wirkte vergangene Saison bei den Cleveland Cavaliers angesichts der schnellen Spiels von LeBron James zum Teil etwas überfordert, könnte von den Boston Celtics jedoch gut in Szene gesetzt werden. Dabei sollte man nicht unbedingt nur auf die Statistiken schauen. Schließlich räumt Shaquille O’Neal mit seiner Kraft unter dem Korb gehörig auf und schafft dadurch Räume für a) schnelle Guards wie Rajon Rondo zum Penetrieren und b) treffsichere Schützen von Außen wie Ray Allen.
8. Wieviel T-Mac wird es zu sehen geben?
Tracy McGrady will es noch einmal wissen und hat im Sommer für das Minimum bei den Detroit Pistons unterschrieben. Dort wird es der Shooting Guard jedoch nicht gerade leicht haben, sich Spielzeit zu erkämpfen. Denn mit Richard Hamilton und Ben Gordon stehen gleich zwei starke Guards vor ihm in der Rotation. In der Preseason kam T-Mac lediglich gegen die Miami Heat zum Einsatz, wo er acht Minuten aufs Parkett durfte. Ansonsten fiel er leicht angeschlagen aus. Vieles deutet daraufhin, dass es auch während der Saison nicht viel mehr von McGrady zu sehen geben wird.
9. Wen holen die New Jersey Nets im Winter?
New Jersey Nets Besitzer Mikhail Prokhorov hat große Pläne mit seinem neuen Team und auch nicht gerade einen schmalen Geldbeutel. Dennoch wartete man im Sommer vergeblich auf einen großen Deal für die Nets. Stattdessen startet die Franchise fast unverändert mit ihrem 12-Siege-Kader in die Saison 2010/11. Einzige große Neuverpflichtung ist Rookie Derrick Favors, der dem Team sicher weiterhelfen wird. Um die Playoffs zu erreichen fehlt New Jersey trotzdem einiges Talent im Kader. Wenn Mikhail Prokhorov keine Lust hat, ein weiteres unerfolgreiches Jahr der Nets zu erleben, tut er gut daran, im Winter nach Verstärkungen Ausschau zu halten. Gerade finanziell schwächer gestellte Teams werden dann angesichts des kommenden Collective Bargaining Agreements den einen oder anderen Spieler abgeben wollen.
10. Glauben die Dallas Mavericks tatsächlich an den Titel?
Und täglich grüßt das Murmeltier: Das Saisonziel bei den Dallas Mavericks ist – mal wieder – der NBA Titel. Ziele soll man sich bekanntlich hoch setzen. Allerdings ist das diesmal doch wohl etwas zu hoch gegriffen. Der Kader der Mavs wurde über den Sommer zwar mit Tyson Chandler verstärkt – das alleine sollte jedoch nicht ausreichen. Immerhin eine Hoffnung kann man Dallas haben: Der Kader konnte und kann sich besser einspielen und wurde nicht unnötig durcheinander gewürfelt. Mit 12 Siegen in Serie hatte Dallas im Winter auch zumindest phasenweise bewiesen, dass man um den Titel spielen kann.