Was war das bisherige Highlight des All Star Wochenendes? Nicht die Rookie Challenge. Nicht der Slam Dunk Contest. Es war der Trade, der Caron Butler und Brendan Haywood zu den Dallas Mavericks brachte. Mit im Gepäck: Die Hoffnung, dass das aus dem Team einen Contender für den NBA Titel macht.
Caron Butler und Brendan Haywood machen das Roster der Mavericks wesentlich stärker. Dafür mussten die Mavs Josh Howard, Drew Gooden, Quinton Ross und James Singleton an die Washington Wizards abgeben. Die Verluste sind mehr als verschmerzbar: Ross und Singleton sind Rollenspieler am Ende der Rotation. Howard ist weit entfernt von seiner früheren Form. Gooden ist zwar ein guter Verteidiger, spielt diese Saison aber sehr unkonstant.
Butler und Haywood sind echte Verstärkungen
Caron Butler hat den Drang zum Korb eingebaut. Mit etwas Platz ist er am stärksten, wenn er an seinem Gegenspieler vorbeigehen und per Dunk oder Lay-Up abschließen kann. Dazu wirft er auch hochprozentig aus der Mitteldistanz und kann durchaus auch von weiter draußen werfen. Damit wurde Butler 2007 und 2008 sogar All Star.
Mit Brendan Haywood bekommen die Mavs dazu einen der besten Verteidiger der Liga. Selbst Dwight Howard von den Orlando Magic ist von den defensiven Qualitäten des Centers beeindruckt. Auch beim Rebound agiert Haywood stark und greift auch dank seiner Größe im Schnitt 10,3 Rebounds. Vor allem das können die Mavericks, die seit Jahren auf dem Center schlecht besetzt sind, mehr als gut gebrauchen.
Die Mavs brauchen einen Schub nach vorne
Aber ist dieser Deal der Blockbuster Trade des Jahres? Der nach dem Vorbild von Kevin Garnett und Pau Gasol den Mavericks in die Nähe des NBA Titels bringt? Dallas hat diese Saison stark begonnen mit Siegen gegen die LA Lakers und die Cleveland Cavaliers. Damit haben sie bewiesen, dass sie mit den besten Teams der Liga mitspielen können. Es folgten seit Jahresbeginn viele Niederlagen – unter anderem gegen eben jene Lakers.
Durch den Trade könnte sich das ändern. Wenn sich Butler und Haywood schnell genug ins System der Mavericks integrieren, könnten sie dem Team einen gewaltigen Schub geben. Ob das gelingt, ist schwer vorauszusagen. Es ist Mitte Februar. Und damit läuft die Regular Season nicht mehr lange. Dallas hat noch 30 Spiele vor sich, in denen sie weiter zusammenwachsen und sich eine gute Position für die Playoffs erarbeiten können.
Auf dem Papier sind die Mavs ein Contender
Fest steht, das Roster der Mavericks ist nun sehr stark besetzt: Jason Kidd ist der erfahrene Playmaker, der zwar nicht mehr so korbgefährlich ist wie früher, aber das Spiel immer noch gut aufbaut. Caron Butler und Shawn Marion können beide stark zum Korb ziehen. Dirk Nowitzki spielt eine starke Saison und ist in den entscheidenden Phasen stärker als früher. Brendan Haywood oder Erick Dampier bringen Größe unter den Korb und brauchen sich vor keinem Center in der NBA zu verstecken. Und auf der Bank sitzt mit Jason Terry einer der besten Sechsten Männer.
Die ersten Bewährungsproben für die neu formierten Mavericks kommen bereits im Februar, wenn Dallas unter anderem gegen die Phoenix Suns, Orlando Magic, Atlanta Hawks und LA Lakers spielt. Nach diesen Spielen wird sich zeigen, wieviel Butler und Haywood den Mavericks geben können. Ein Funken Hoffnung gibt der Trade von Butler und Haywood auf jeden Fall, aber ob es reicht, um zum Contender aufzusteigen, bleibt abzuwarten.
——————————
Beide Bilder stammen von Keith Allison.

