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Archive for NBA Trades

10 Fragen für die neue NBA Saison

Die neue NBA Saison wird eine der spannendsten der letzten Jahre sein. Okay, die 7-Spiele-Finals zwischen den LA Lakers und Boston Celtics sind sicher nur schwer zu überbieten. Aber bereits während der Regular Season und natürlich auch später in der Postseason gibt es reichlich Fragen, die auf eine Antwort warten. Hier sind die 10 wichtigsten Fragen, die sich NBA Fans derzeit stellen:

1. Holt Kobe Bryant Titel Nr. 6?

Wenn die LA Lakers ihren NBA Titel erneut verteidigen, wäre es ein historischer Moment: Kobe Bryant würde seinen 6. Ring am Finger tragen und dadurch mit Michael Jordan gleichziehen. Die Lakers haben ihr Roster kaum verändert gegenüber der vergangenen Saison – als amtierender Back-to-Back Champion muss man das auch nicht unbedingt tun. Wer den Titel holen will, der muss die Lakers schlagen. Und mit ihrer Erfahrung sind Kobe Bryant, Pau Gasol und Co. ein sehr, sehr schwerer Gegner.

2. Wie gut sind die neu formierten Miami Heat?

80,3 Punkte haben die Big Three vergangene Saison zusammen aufgelegt. Wenn auch in unterschiedlichen Teams – rein von der Papierform her sind Dwyane Wade, LeBron James und Chris Bosh kaum aufzuhalten. Nicht ganz so dominant wie erwartet lief jedoch die Preseason: Gegen Detroit, Oklahoma City und ZSKA Moskau gewannen die Miami Heat, gegen San Antonio, New Orleans und Charlotte gab es dagegen Niederlagen. D-Wade und LBJ plagten sich zwar noch mit leichten Verletzungen, aber Coach Erik Spoelstra hat noch einige Arbeit vor sich, um die Miami Heat auf Championship-Niveau zu bringen.

3. Wer wird Rookie of the Year? John Wall oder Blake Griffin?

Gleich zwei Nummer-1-Picks kämpfen dieses Jahr um den Rookie of the Year Award: John Wall und Blake Griffin. Griffin steht dafür zur Wahl, weil er kein einziges NBA Spiel absolvieren konnte, nachdem er sich die Kniescheibe zertrümmert hatte. Nun ist der Power Forward wieder fit und bewies in der Preseason sein Talent. Gegen die Sacramento Kings legte er beispielsweise 18 Punkte und 13 Rebounds auf. Dazu hat er mit Chris Kaman einen starken Center an seiner Seite, der ihm auf dem Spielfeld helfen wird. John Wall hat dagegen die schwierige Aufgabe, eine zerrüttete Franchise zu übernehmen und sich dabei möglichst wenig von Gilbert Arenas ablenken zu lassen. Trotz des unbestrittenen Talents des Point Guards ist das nicht leicht und der Kampf um den Rookie of the Year Award wird umso spannender…

4. Wie lange bleibt Carmelo Anthony noch bei den Denver Nuggets?

Dass Melo die Denver Nuggets verlassen möchte, dürfte inzwischen jeder wissen. Und da sein Vertrag zum Saison-Ende ausläuft, tun die Nuggets gut daran, ihn vorher noch zu traden. Diverse Teams könnte Carmelo Anthony im Winter zum Contender machen. Der Preis dafür war im Sommer relativ klar bemessen: mindestens ein talentierter junger Spieler, Draft-Picks sowie Platz unter’m Salary Cap. Im Winter könnte der Preis vielleicht noch etwas sinken, wenn die Nuggets Angst haben, ihren Franchise-Player ansonsten ohne Gegenwert zu verlieren.

5. Kann Dwight Howard die Liga zum dritten Mal in Folge bei Rebounds und Blocks anführen?

Vergangenes Jahr wurde Dwight Howard der erste NBA Spieler, der die Liga zweimal in Folge sowohl bei den Rebounds als auch bei den Blocks anführte. Sollte dem Center der Orlando Magic das erneut gelingen, wäre ihm der Defensive Player of the Year Three-Peat sicher und ein Platz in der Hall of Fame in ein paar Jahren vermutlich auch. Die Voraussetzungen dafür bringt D12 auf jeden Fall mit. Derzeit gibt es keinen Grund, warum er die Zonen nicht weiterhin dominieren sollte. Gefährlich werden könnten ihm jedoch zum Beispiel David Lee, der sich bei den Golden State Warriors noch einmal steigern könnte und bereits 2009/10 11,7 Rebounds abgriff, sowie Andrew Bogut von den Milwaukee Bucks, der in seinem Break-Out Jahr auf 2,5 Blocks kam.

6. Spielt Kevin Durant bereits auf MVP-Niveau?

Wer Kevin Durant bei der Basketball WM gesehen hat, der muss sich unweigerlich diese Frage stellen: Ist KD bereits auf MVP-Niveau? 30,1 Punkte, 7,6 Rebounds sowie 2,8 Assists lieferte der Small Forward der Oklahoma City Thunder vergangene Saison im Schnitt ab. Diese Stats sind durchaus MVP-würdig. Einziges Problem: Die Thunder gehören nicht zu den absoluten Top Teams der NBA. Das sollte diese Saison jedoch anders aussehen, wenn neben Durant auch Russell Westbrook und James Harden einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die Thunder können dann um die vorderen Plätze in der Western Conference mitspielen und Kevin Durant ein Wörtchen um den MVP-Award mitreden.

7. Wieviel hat Shaquille O’Neal noch im Tank?

Die Boston Celtics wollen unbedingt noch einmal den NBA Titel gewinnen. Und haben dafür Shaq verpflichtet. Der Diesel wirkte vergangene Saison bei den Cleveland Cavaliers angesichts der schnellen Spiels von LeBron James zum Teil etwas überfordert, könnte von den Boston Celtics jedoch gut in Szene gesetzt werden. Dabei sollte man nicht unbedingt nur auf die Statistiken schauen. Schließlich räumt Shaquille O’Neal mit seiner Kraft unter dem Korb gehörig auf und schafft dadurch Räume für a) schnelle Guards wie Rajon Rondo zum Penetrieren und b) treffsichere Schützen von Außen wie Ray Allen.

8. Wieviel T-Mac wird es zu sehen geben?

Tracy McGrady will es noch einmal wissen und hat im Sommer für das Minimum bei den Detroit Pistons unterschrieben. Dort wird es der Shooting Guard jedoch nicht gerade leicht haben, sich Spielzeit zu erkämpfen. Denn mit Richard Hamilton und Ben Gordon stehen gleich zwei starke Guards vor ihm in der Rotation. In der Preseason kam T-Mac lediglich gegen die Miami Heat zum Einsatz, wo er acht Minuten aufs Parkett durfte. Ansonsten fiel er leicht angeschlagen aus. Vieles deutet daraufhin, dass es auch während der Saison nicht viel mehr von McGrady zu sehen geben wird.

9. Wen holen die New Jersey Nets im Winter?

New Jersey Nets Besitzer Mikhail Prokhorov hat große Pläne mit seinem neuen Team und auch nicht gerade einen schmalen Geldbeutel. Dennoch wartete man im Sommer vergeblich auf einen großen Deal für die Nets. Stattdessen startet die Franchise fast unverändert mit ihrem 12-Siege-Kader in die Saison 2010/11. Einzige große Neuverpflichtung ist Rookie Derrick Favors, der dem Team sicher weiterhelfen wird. Um die Playoffs zu erreichen fehlt New Jersey trotzdem einiges Talent im Kader. Wenn Mikhail Prokhorov keine Lust hat, ein weiteres unerfolgreiches Jahr der Nets zu erleben, tut er gut daran, im Winter nach Verstärkungen Ausschau zu halten. Gerade finanziell schwächer gestellte Teams werden dann angesichts des kommenden Collective Bargaining Agreements den einen oder anderen Spieler abgeben wollen.

10. Glauben die Dallas Mavericks tatsächlich an den Titel?

Und täglich grüßt das Murmeltier: Das Saisonziel bei den Dallas Mavericks ist – mal wieder – der NBA Titel. Ziele soll man sich bekanntlich hoch setzen. Allerdings ist das diesmal doch wohl etwas zu hoch gegriffen. Der Kader der Mavs wurde über den Sommer zwar mit Tyson Chandler verstärkt – das alleine sollte jedoch nicht ausreichen. Immerhin eine Hoffnung kann man Dallas haben: Der Kader konnte und kann sich besser einspielen und wurde nicht unnötig durcheinander gewürfelt. Mit 12 Siegen in Serie hatte Dallas im Winter auch zumindest phasenweise bewiesen, dass man um den Titel spielen kann.

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Warum Carmelo Anthony keinen NBA Titel gewinnen wird

Carmelo AnthonyEinen Ring hat Carmelo Anthony seit diesem Sommer an seinem Finger. Von seiner frisch geheirateten Ehefrau Lala Vazquez. Ein Ring für einen NBA Titel wird in naher Zukunft wohl kaum dazukommen. Dabei will der Small Forward genau für dieses Ziel die Denver Nuggets verlassen.

Spätestens nächsten Sommer wird sich die längerfristige Zukunft von Melo entscheiden. Er ist derzeit 26 und damit im besten Basketball Alter. Wenn er die Unterschrift unter seinen nächsten Vertrag setzt, möchte er das auf jeden Fall bei einem Contender tun. Vor allem mit den New York Knicks und Chicago Bulls wird er in Verbindung gebracht. Bei beiden kann er durchaus um den Titel mitspielen, gewinnen wird er ihn trotzdem nicht.

Carmelo Anthony bei den New York Knicks

In New York kann Carmelo Anthony ein starkes Duo mit Amare Stoudemire bilden, der erst diesen Sommer als Free Agent zum Big Apple gewechselt ist. Aber den Knicks fehlen noch immer die passenden Rollenspieler, um ernsthafte Titel-Ambitionen zu haben. Vor allem im Backcourt ist das Team zu schwach besetzt. Point Guard Raymond Felton und Shooting Guard Kelenna Azubuike haben nicht die Klasse, um gegen Kobe Bryant oder Dwyane Wade zu bestehen.

Hier müssten die New York Knicks noch nachbessern und die einzige Möglichkeit dafür bieten ihnen Free Agents. Denn für Trades können die Knicks kaum genügend Spieler-Material zusammenbekommen. Und auch Draft-Picks hat New York für die nähere Zukunft bereits abgegeben. Unter diesen Voraussetzungen wird es für die Knicks sehr schwierig, wenn nicht unmöglich sein, einen Kader zusammezustellen, der in den Playoffs gegen die LA Lakers oder Miami Heat eine Chance hat.

Carmelo Anthony bei den Chicago Bulls

Die Bulls verfügen über eine gute Mischung junger Talente und haben sich mit Carlos Boozer enorm verstärkt. Carmelo Anthony wäre in Chicago der Go-to-Guy eines starken Teams, das weit in die Playoffs vordringen kann. Um Melo zu holen, müssten die Bulls jedoch nach derzeitigem Stand Joakim Noah abgeben – keine unerhebliche Schwächung.

Die Starting Five sähe dann ungefähr so aus: Derrick Rose, Ronnie Brewer, Carmelo Anthony, Carlos Boozer und Kurt Thomas. Gerade auf den tiefen Positionen ist das nicht gut genug, um den Titel zu holen – schließlich hätte man sowohl gegen die Miami Heat als auch gegen die Orlando Magic hier erhebliche Match-Up-Probleme. Und von außen fehlt den Bulls derzeit die nötige Firepower, um das auszugleichen.

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LA Lakers – Wettrüsten Teil 2

LA Lakers Die Lakers haben bereits gute Erfahrungen mit Trades im Winter gemacht. Pau Gasol war es, der aus dem Team 2008 einen Contender machte. Ein Jahr später hatte der Spanier entscheidenden Anteil am Titel-Gewinn. Die Lakers haben bereits den stärksten und ausgeglichensten Kader der Liga, aber sie haben gerade zuletzt auch mit einigen Problemen zu kämpfen. In den letzten zehn Spielen gab es gleich drei Niederlagen. Für den Titel ist das zu viel. Wird man also nervös in Hollywood?

Sollte es einen Mega-Deal von den Cleveland Cavaliers geben, könnte sich schnell eine kleine Lawine lösen, wenn die Lakers nachrüsten wollen. An zwei Spielern soll LA bereits dran sein: Chris Bosh von den Toronto Raptors und Kirk Hinrich von den Chicago Bulls.

Der athletischste Frontcourt ever mit Chris Bosh

Chris Bosh würde den Lakers kurzfristig eine deutliche Verbesserung bringen. Er und Pau Gasol im Frontcourt würden jedes Team in Match-Up Probleme bringen. Beide sind zwar keine klassischen Center, aber sie würde eine Athletik in die Zone bringen, wie es sie sonst nirgendwo gibt. Beide könnten sich zudem weiter draußen postieren und dadurch große Gegenspieler aus der Zone locken.

Die Raptors wollen Bosh aber eigentlich langfristig behalten. Das ist oberste Priorität für den Sommer, wenn sein Vertrag ausläuft. Toronto kann ihm Geld bieten, aber kaum die Aussicht auf einen NBA Titel. Und daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass Bosh lieber für weniger Geld zu einem Contender wechselt. Wenn die Raptors ihn jetzt traden, hätten sie noch die Möglichkeit, sich einen guten Gegenwert zu holen.

Und wen können die Lakers anbieten? Andrew Bynum. Der Center gilt als sehr talentiert und hat das diese Saison auch erstmals über längere Zeit bewiesen. Um ihn könnte Toronto ein neues Team aufbauen. Für die Raptors wäre das ein guter Deal. Und für die Lakers? Kurzfristig würde es das Roster zum heißesten Titelkandidaten machen. Aber wie gesagt, der Vertrag von Bosh läuft im Sommer aus. Und die Lakers haben sicher nicht das Geld, um Kobe Bryant, Pau Gasol und Chris Bosh zu bezahlen. Nach der Saison wäre er also vermutlich weg.

Kirk Hinrich als Ersatz für Derek Fisher

Kirk HinrichVon etwas längerer Dauer wäre da die Verpflichtung von Kirk Hinrich. Der Point Guard ist bei den Chicago Bulls von Derrick Rose aus der Starting Five verdrängt worden und legt nur noch 10,0 Punkte und 4,6 Assists auf. Damit soll er den Lakers weiterhelfen? Das Potential von Hinrich wird im chaotischen Chicago sicher nicht unterstützt. Und dass er gegenüber dem talentierten Rose seine Spielzeit eingebüßt hat, wird ihm dort wohl jeden Tag vor Augen geführt. Vom Franchise-Player ist er binnen weniger Jahre zum überflüssigen Trade-Material verkommen, um es mal überspitzt zu formulieren.

Bei den Lakers könnte Hinrich in gewisser Weise neu anfangen. Er könnte um den Titel mitspielen. Und er könnte die Versicherung für die Zukunft sein, wenn der alternde Derek Fisher seine Karriere ausklingen lässt. Sicher ist jedenfalls eines: Die Lakers brauchen in naher Zukunft einen jüngeren Point Guard, der auf dem Niveau eines Titelanwärters spielen kann. Hinrich wäre da eine gute Option.

Gerüchten zufolge sollen die Lakers im Austausch Sasha Vujacic und Adam Morrison angeboten haben. Vujacic ist ein ordentlicher Shooter von außen und Morrison hält die Bank schön warm. Beide sind aber weit davon entfernt, genügend Gegenwert für einen Spieler wie Hinrich zu bieten. Die Lakers müssten also noch etwas dazugeben: Entweder einen zukünftigen Draft-Pick oder noch einen Spieler wie Luke Walton oder Jordan Farmar. Drei Rollenspieler für Hinrich? Ob die Bulls darauf eingehen?

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Beide Bilder stammen von Keith Allison.

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