Die LA Lakers bringen vieles mit, um ein Championship-Team zu sein: Einen der besten NBA Spieler mit Kobe Bryant, einen starken Big Man mit Pau Gasol, eine tiefe Bank mit Lamar Odom oder Sasha Vujacic und einen der erfolgreichsten Trainer mit Phil Jackson. Das alles hatten sie aber auch schon, als sie in den NBA Finals 2008 gegen die Boston Celtics verloren. Was die 2008er Lakers von den 2010er Lakers unterscheidet, ist die Einstellung. Und das wird ihnen letztlich auch den Titel bringen. Wenn sie das aufrechterhalten können.
Ron Artest – der Warrior
In Game 1 haben die LA Lakers phyischer und aggressiver gespielt als die Boston Celtics. Sie haben um jeden Rebound gekämpft und mit starker Defense die Stars der Boston Celtics aus dem Spiel genommen. “Nach aufeinander folgenden NBA Finals wissen wir, wie das Spiel funktioniert”, erklärte Pau Gasol, der mit 23 Punkten und 14 Rebounds glänzte. “Man muss physisch spielen, um erfolgreich zu sein.”
Verinnerlicht hat diese Einstellung vor allem Ron Artest, der bei den Lakers in etwa die Rolle von Dennis Rodman bei den Chicago Bulls der 90er einnimmt. Artest wurde in Game 1 auf Paul Pierce angesetzt. Für jeden einzelnen Laufweg musste Pierce arbeiten und bekam unter dem Korb immer wieder einen kleinen Schubs mit auf den Weg. Das zeigte Wirkung: Gerade mal 11 Punkte erzielte Paul Pierce in den ersten drei Vierteln. Erst im vierten Viertel, als das Spiel bereits entschieden war, drehte er auf und steuerte 13 Zähler bei.
Vor allem die Big Men der Celtics taten sich schwer gegen die harte Defense: Kevin Garnett kam auf 16 Punkte und nur 4 Rebounds. Kendrick Perkins erzielte 8 Punkte und griff 3 Rebounds ab. Rasheed Wallace musste sich mit 9 Punkten und 4 Rebounds begnügen. Zu wenig, um gegen die LA Lakers zu bestehen, die alleine 48 Punkte in der Zone erzielten. Es ist den Lakers deutlich anzumerken, dass sie sich für die Finals-Niederlage 2008 revanchieren wollen.
Die LA Lakers – ein gereiftes Team
Als die LA Lakers vergangenes Jahr den NBA Titel holten, sprachen alle über den reiferen Kobe Bryant. Kobe hat offensichtlich gelernt, was einen großartigen Spieler ausmacht und ist nicht länger der Ego-Zocker, zu dem er in der Vergangenheit oft verkümmerte. Sollten die Lakers auch dieses Jahr den Titel holen, dann muss man von einem reiferen Team sprechen, das gelernt hat, was eine großartige Mannschaft von einer guten Mannschaft unterscheidet. Und die die richtige Einstellung hat, um 48 Minuten lang, um jeden Ball zu kämpfen.
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Bildquelle: Keith Allison

