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Ein Blick auf die Statistik – die Basketball Bundesliga

Inzwischen kennen wir ja die Plaene von David Stern die NBA nach Europa zu bringen. Immer wieder fiel dabei der Name “neue Arena in Berlin” wo man sich vorstellen koennte, NBA Spiele austragen zu lassen. Auch wurde die O2 Arena in London genannt und muss die NBA Verantwortlichen wohl auch ueberzeugt haben – was die Spielstaette an sich angeht. Leider war die Resonanz der britischen Zuschauer nicht gerade das, was man sich gewuenscht haette.

Wie sieht es aber in Deutschland damit aus? Natuerlich will jeder, der das hier liest ein NBA Spiel in Deutschland sehen. Was ist aber mit der “Mehrheit” der Fans, die eben auch hier zu Lande die Hallen fuellen und dann auch die NBA Spiele besuchen sollen?

Ein Blick auf die Zuschauerstatistik in der Basketball Bundesliga verraet folgendes:

In der laufenden Saison besuchten bisher durchschnittlich 3,411 Zuschauer die Spiele der Basketball Bundesliga – der laufende Spieltag nicht mit einbezogen, wobei der die durchschnittliche Kapazitaet 4,260 Zuschauer betraegt. Natuerlich sind alle Spiele der Euroleague sowie der Basketball Bundesliga in Bamberg/Nuernberg immer ausverkauft. Selbes gilt fuer die Artland Dragons, die aber “nur” eine Kapazitaet von 3000 Fans aufweisen koennen, waehrend die Bamberger in der JAKO Arena mit 6,800 die Liga anfuehren.

Natuerlich ist ein Vergleich zu vergangenen Spielzeiten schwierig, da fuer die laufende Saison noch nicht genug Spiele gespielt wurden, um eine Tendenz erkennen zu koennen. Im vergangenen Jahr besuchten jedenfalls im Schnitt 3,455 Fans die Hallen mit einer Kapazitaet von 4,617.

Im der Saison 05/06 betrug der Durschnitt 3,619 Zuschauer pro Spiel bei einer Kapazitaet von 4,283.

Somit kann man die Kapazitaeten von 05/06 mit 07/08 durchaus Vergleichen und stellen dabei fest, dass die BBL im Vergleich zu 05/06 einen Zuschauerrueckgang von ca. 6% aufweist. Was ist der Grund? Will niemand mehr in die Halle gehen, weil man sich alle Spiele nun am TV/PC per BBL.tv ansehen kann?

Zum Vergleich: In der bisherigen Euroleague Saison besuchten im Schnitt ca. 6,500 Fans die Spiele der Teams – bei einer durchschnittlichen Kapazitaet von ca. 8,970. Somit sind alle Euroleague Spiele zu ca. 65% ausverkauft. Bedenkt man, dass die Euroleague Spiele unter der Woche stattfinden und die meisten Fans sich mehr fuer die eigene Liga interessieren sind diese Zahlen “o.k.”.

Was bedeutet es aber, dass bisher alle Euroleague Spiele der Brose Baskets Bamberg ausverkauft waren? Ein zu grosser Leistungsabfall in der BBL oder doch ein regionales Problem?

Sebastian meint,

November 11, 2007 @ 7:40 pm

Ich war diese Saison in drei Arenen (Köln, Leverkusen, Jena), letztes Jahr bei relativ vielen Heimspielen von Köln, aber mir fiel in allen Hallen der extrem hohe Eintrittspreis auf. Wie soll sich der gemeine Student (und unter denen finden sich viele Basketballinteressierte) denn einen Eintritt von 16€ (Beispiel Köln, bereits ermäßigt, normal 20€) in PK1 aller zwei Wochen leisten können? Selbst im relativ strukturschwachen Jena kostet die normale PK1-Karte über 20€ – und das in einem Zelt auf der Wiese. In Jena sind dazu auch die Preiskategorien so angeordnet, dass man nichts anderes als PK1 oder 2 haben möchte, damit man das Spiel auch vernünftig verfolgen kann. Stehplätze hinter den Körben sind da keine Alternative.

Ich denke, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen oder einen Rückgang zu vermeiden, sollten die Manager mal die Eintrittspreise überdenken. Ich fand die Preise von 17€ letztes Jahr in Köln gerade noch ok, die Beibehaltung des Playoff-Aufschlags von 3€ in der neuen Saison finde ich dreist. Wenn ich rechtzeitig ans Karten kaufen denke, sitze ich diese Saison deshalb in PK2.

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