Wir kennen alle diese Geschichten: Shaq verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Deutschland, Shawn Bradley und Chris Kaman brachten es sogar aufgrund ihrer fernen germanischen Wurzeln in die deutsche Nationalmannschaft und Scottie Pippen wurde in Hamburg geboren (wenn auch nicht in der Hansestadt sondern in einem 3000-Seelen-Dorf in Arkansas).
Der aktuellste Fall eines Deutschen (und ich setze das nicht in Anführungszeichen, weil er nach eigenen Angaben eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt) in der NBA kommt aus München, Oberbayern. Donte Greene von den Sacramento Kings kam tatsächlich in der bayerischen Landeshauptstadt zur Welt und verbrachte die ersten Jahre seinens Lebens unter dem Weißwursthimmel.
Der Rookie hatte vor seinem ersten NBA Einsatz bereits zweimal das Team gewechselt und brachte es 2008/2009 auf 3,8 Punkte bei 55 Einsätzen.
In einem Interview bezeichnete Greene Deutschland sogar schon öffentlich als sein Heimatland und auf seiner Twitter-Seite war kürzlich Folgendes zu lesen: „Beautiful day. I’m taking my son 2get his passport. Going 2 Germany in a couple months. I’m think’n bout playn for the German national team.”
Greene stand zwar schon in der U18 Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten, wo er Silber bei der Weltmeisterschaft gewann und man muss sich hier sicher durch einen Paragraphen-Dschungel schlagen, aber die Möglichkeit bei der Europameisterschaft mit Dirk, Chris und Donte gleich drei NBA Profis zu stellen, bringt uns doch alle gleich zum Träumen. Stimmen wir uns also mit Greenes 40-Punkte-Auftritt in der Summer-League auf eine erfolgreiche Eurobasket 2009 ein:

