Wenn man einen Kevin Garnett in seinen Reihen hat ist das Lotterieland kein Platz in dem man sich wohlfühlen kann. Am Big Ticket hat es nicht gelegen, das die Timberwolves die Play Offs verpassten. Mit 21,8 Punkten und 12,7 Rebounds (bester Wert der Liga) rief KG sein gewohnt starkes Pensum auch dieses Jahr wieder ab.
Da hat wohl eher das Management um Kevin McHale Fehler gemacht: Nun gut, Latrell Sprewells Forderungen waren wirklich unverschämt, aber mit Flip Saunders feuerte man etwas voreilig den Coach und mit Sam Cassell ging der Point Guard, der jetzt die Clippers (!) in die zweite Play Off Runde führte.
Man kann diese Fehler nicht mehr rückgängig machen also wird nach vorne geschaut in Minnesota. Aber was bieten sich da für Optionen?
1. Kevin Garnett traden
Der Vertrag läuft noch drei Jahre und für die 22 Millionen, die Garnett pro Jahr verdienen wird, kann man keinen besseren Spieler verpflichten. Minnesota könnte zwar einen Neuaufbau wagen und junges Spielermaterial holen, aber das käme einem Aufgeben gleich. Nein Kevin Garnett muss bleiben, er ist das Herz, die Seele, der Anführer und das Gesicht der Wölfe. Er braucht nur passende Mitspieler.
2. Der Draft
Die Wolves dürfen beim NBA Draft dieses Jahr viermal wählen. Einmal in der ersten Runde (6. Pick) und dreimal in der Zweiten (Pick Nr. 36, 37, 57). Der sechste Pick hat in den letzten drei Jahren Spieler wie Martell Webster, Josh Childress und Chris Kaman hervorgebracht. Dieses Jahr könnte es Rudy Gay (SF), Marcus Williams (PG) oder Brandon Roy (SG) werden.
Egal wer es wird, er ist in Minnesota dazu verpflichtet sofort Leistung zu bringen. Zuviel Risiko für Minnesota? Es besteht ja noch die Chance, den Pick zu tauschen und dafür einen gestandenen NBA Profi zu ergattern. Dies ist meiner Meinung nach sogar das realistischste Szenario, da man mit den drei Zweitrundenpicks eher keine Fehler machen kann und getrost auf einen Sleeper hoffen kann. Am wahrscheinlichsten könnte der Nummer 6 Pick für einen Point Guard erfolgen, da mit Troy Hudson, Marko Jaric und Marcus Banks die wichtige Position nur Mittelmässig besetzt ist.
3. Free Agents
Der Einzige der in Minnesota um eine Vertragsverlängerung im Gespräch ist dürfte Marcus Banks sein, der noch der vielversprechendste Point Guard im Team ist und ein Edelreservist sein könnte. Die Position die man zusätzlich verstärken muss ist die des Small Forwards. Da bietet der Markt im Sommer einige Optionen: Peja Stojakovic, Al Harrington, Bonzi Wells und James Posey könnten alle ein Thema für die Wolves sein.
Es ist also nicht alles schlecht in Minnesota. Mit den richtigen Schachzügen könnte bereits nächstes Jahr wieder ein schlagkräftiges Timberwolves Team in den Play Offs stehen. Es hängt wohl ganz alleine an Kevin McHale, der dieses Jahr die Chance hat, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen und sich um den Titel des besten General Managers zu qualifizieren.

