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LeBron James und Cleveland Cavaliers: Unter’m Strich bleibt wenig

LeBron JamesWenn LeBron James im Sommer die Cleveland Cavaliers verlässt – und inzwischen kann man das schon fast ohne Konjunktiv schreiben – dann geht damit das erfolgreichste Stück Cavs Geschichte zuende. Und es zeigt gleichzeitig: Die Cleveland Cavaliers sind einfach kein Titel Team. Trotz des derzeit besten Basketballers der Welt im Kader und einem Roster, das nicht gerade billig ist, ist außer einem Auftritt in den NBA Finals nichts Zählbares herausgekommen.

LeBron sollte den Titel bringen

Als LeBron James 2003 von den Cleveland Cavaliers gedraft wurde, ging es mit der Franchise schlagartig aufwärts. Und als das Team 2007 die NBA Finals erreichte, war dies noch eine Überraschung. Von da an stand aber jede Saison unter der Prämisse, dem King endlich den Ring zu bringen. Und das Management hat vieles dafür getan bzw. viel Geld dafür in die Hand genommen: 84,45 Millionen Dollar kostete das Roster der Cavs in der aktuellen Saison. Mit Shaquille O’Neal und Antawn Jamison zur Trading Deadline wurden LeBron James zudem starke Spieler an die Seite gestellt.

Und trotzdem scheiterten die Cavaliers in der zweiten Runde an den Boston Celtics. Klar, die Boston Celtics sind eines der Top-Teams, aber mit oben genannten Bemühungen sollte mehr drin sein. Es wirkt ein bißchen wie gewollt und nicht gekonnt. Zu überstürzt waren die Personal-Entscheidungen. Der Traum, mit einem großen Move, den Titel zu holen, war zu offensichtlich.

Cleveland Cavaliers: Ein unvollendetes Team

Darüber vergessen wurden andere Elemente, die Top-Teams von NBA Champs unterscheiden: Ein funktionierendes Gefüge von Rollenspielern zum Beispiel. Die Phoenix Suns demonstrieren derzeit, wie wichtig ein tief besetzter Kader auch oder gerade in den Playoffs sein kann. Und ein Spiel, das nicht nur auf den Franchise Player ausgerichtet ist. In den letzten Jahren war es zwar schon schlimmer, aber LeBron James spielt immer noch zum Teil so dominant, dass nicht nur seine Gegenspieler, sondern auch seine Mitspieler zu Zuschauern degradiert werden.

Was bleibt sind großartige Regular Seasons, denen die Krönung in den NBA Playoffs versagt blieb. Nicht wenige rufen bereits, dass LeBron James das Winner-Gen fehlt – im Gegensatz zu Kobe Bryant. Der Vergleich ist sicher unfair, weil Kobe seine ersten Titel an der Seite von Shaquille O’Neal gewann. Und doch muss man sich fragen, ob LeBron James bei einem anderen Team tatsächlich endlich den Ring holen kann.

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