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Marcus Camby zu den Trail Blazers

Das ist der nächste Blockbuster Trade des Winters: Marcus Camby wurde von den LA Clippers zu den Portland Trail Blazers verschickt. Damit haben die Blazers nach den Ausfällen ihrer Center Greg Oden und Joel Przybilla mehr als adäquaten Ersatz gefunden, um sich für den Kampf um die Playoffs zu rüsten. Im Austausch bekommen die Clipps Point Guard Steve Blake und Forward Travis Outlaw.

Starker Frontcourt für die Trail Blazers

Mit Marcus Camby wird der Frontcourt der Trail Blazers enorm verstärkt. Der Forward/Center ist einer der stärksten Rebounder der Liga und kann mit seiner Beweglichkeit am Brett gut scoren. Diese Saison hat er für die Clippers im Schnitt 7,7 Punkte und 12,1 Rebounds aufgelegt. Bei den Blazers wird er auf den Center rücken, wo er in der Vergangenheit schon häufiger gespielt hat. Damit haben die Blazers nun LaMarcus Aldridge und Marcus Camby im Frontcourt stehen!

Nachdem sich im Dezember Greg Oden und Joel Przybilla beide am Knie verletzt hatten und für den Rest der Saison ausfallen werden, klaffte auf dieser Position eine große Lücke bei den Blazers. Juwan Howard, auch kein gelernter Center, stand dort auf einmal in der Starting Five. Mit 5,9 Punkten und 5,0 Rebounds hat er die Aufgabe ordentlich gelöst, mehr aber auch nicht. Marcus Camby kann mit seiner Reboundstärke die Blazers enorm nach vorne bringen. Das Team liegt derzeit auf Platz acht in der Western Conference und kämpft um die Playoffs bzw. eine möglichst günstige Position für die Postseason.

Die Clippers sparen Geld

Warum sollten die LA Clippers Marcus Camby für Steve Blake und Travis Outlaw eintauschen? Auf den ersten Blick wirken die Clipps wie die klaren Verlierer des Trades. Blake kann als Back-Up von Baron Davis eingesetzt werden, ist aber nur eine leichte Verbesserung gegenüber dem bisherigen Davis-Ersatz Sebastian Telfair. Und Travis Outlaw hat sich Mitte November den Fuß gebrochen und wird erst Mitte März wieder spielen können. Warum also den Starting Power Forward abgeben?

Die Clippers können durch den Trade massig Geld sparen. Neben Blake und Outlaw überweisen die Blazers 1,5 Millionen Dollar an die Clipps. Zudem übernehmen sie etwa 2 Millionen Dollar, die Camby noch als Incentives einstreichen wird. Wenn die Clippers den Vertrag mit Outlaw auflösen, können sie sich auch noch sein restliches Gehalt für diese Saison sparen, was etwa 2 Millionen Dollar sind. In diesem Fall liegt die Ersparnis bei etwa 8,5 Millionen Dollar!

Da die Clippers diese Saison von den Playoffs weit entfernt sind, können sie das gesparte Geld besser im Sommer einsetzen. Auch mittelfristig ist der Trade durchaus sinnvoll: Denn die Clippers haben mit Blake Griffin einen starken Power Forward in ihrem Roster stehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass er nächste Saison wieder zurückkehrt – und einschlägt. Dann wäre Camby wohl schnell zum Edel-Backup von Griffin oder Chris Kaman als Center verkommen.

Trail Blazers Richtung Playoffs und Clippers Richtung Sommer

Die Trail Blazers sind durch den Trade bestens aufgestellt für die Playoffs. Und wenn sie sich schnell gut einspielen, können sie dort möglicherweise sogar für eine Überraschung sorgen. Bei den Clippers liegt der Fokus dagegen bereits auf der nächsten Saison. Mit Baron Davis, Chris Kaman, Eric Gordon, Al Thornton und Blake Griffin haben viele Leistungsträger bereits einen Vertrag für 2010/11. Reichlich Cap Space ist ebenfalls vorhanden, so dass die Clipps die ein oder andere Verstärkung sowie einige Rollenspieler holen können.

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