Bei 82 Spielen in der Regular Season ist man leicht versucht, einem einzelnen Spiel keine besondere Bedeutung beizumessen. Schließlich gibt es noch 81 andere Spiele, die man gewinnen oder verlieren kann. Aber die Partie der LA Lakers gegen die Dallas Mavericks kann durchaus als Vorzeichen für die neue Saison gewertet werden.
Die Mavericks haben über fast die gesamten 40 Minuten den stärkeren Eindruck gemacht. Der Ball lief gut und schnell durch mehrere Hände, bevor Dallas den Abschluss suchte. Die Lakers wirkten dagegen stets auf der Suche nach ihrem Rhythmus. Sie schoben die Verantwortung oft zu Kobe Bryant, der jedoch mit einer Wurfquote von 31,58 Prozent aus dem Feld und 25 Prozent von der Dreierlinie keinen guten Tag erwischte. Mit 20 Punkten legte er ein – für ihn – solides, aber nicht gutes Spiel hin.
Auf der anderen Seite hatte auch Dirk Nowitzki kein großes Wurfglück. Immerhin 35,71 Prozent traf er aus dem Feld und ebenfalls 25 Prozent von der Dreierlinie. Weil er von der Freiwurflinie fast fehlerlos war und zehn von elf Würfen traf, legte er mit 21 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double hin.
Nicht die Stars haben das Spiel entschieden
Man kann sagen, dass sich die beiden Franchise-Player ausglichen. Die Unterschied machten an diesem Abend die weiteren Akteure. Bei den Lakers kam von ihnen nicht viel Unterstützung. Andrew Bynum kam auf 14 Zähler, Shannon Brown auf 12 und Lamar Odom auf 10. Der Rest ist nicht erwähnenswert. Auffällig auch: Von der Bank scorte lediglich Brown zweistellig. Der Guard machte ein ganz starkes Spiel und glänzte auch mit einem Highlight Dunk – nach einem versemmelten Dreier von Bryant. Checkt das Highlight-Tape, dort ist es drauf. Wenn er über die Saison weiter solche Auftritte hinlegt, wird er für die Lakers noch sehr wertvoll sein.
Aber zurück zu diesem Abend und zu den Mavs: Shawn Marion zeigte hier seine Power – vor allem auf dem Weg zum Brett – und kam auf 18 Punkte. Mit Jason Terry, der 16 Zähler markierte, und Jose Barea, der 12 hinlegte, trafen zudem zwei Bankspieler zweistellig. Selbst Erick Dampier machte ein gutes Spiel. Mit 8 Punkten und 10 Rebounds verpasste der ewig gescholtene Center nur knapp ein Double-Double.
Die Mavs können mitspielen
Das Spiel gibt deutlichen Anlass zur Hoffnung für die Mavericks. Nicht nur weil sie mit den Lakers den Titelträger geschlagen haben – und das auch noch im Staples Center. Vor allem weil sie eine ausgeglichene Mannschaftsleistung zeigen. In der es durchaus auch noch Luft nach oben gibt. Jason Kidd agierte oft unglücklich, ließ sich zu schlechten Pässen verleiten und machte in der Defense zu wenig Druck. Sechs Turnover standen für ihn im Scoreboard. Dazu noch zwei Punkte und elf Assists.
Die Saison ist noch am Anfang und die Mannschaften müssen sich noch finden. Und es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass Los Angeles auf Pau Gasol verzichten musste. Aber Dallas ist bereits auf einem guten Weg. Nicht wenige sahen trotz der Verstärkungen die Play Offs für die Mavs in Gefahr. Das Spiel zeigt: Dallas kann Basketball spielen. Zu den Titelkandidaten kann man sie nicht zählen, weil die Lakers dafür auch selbst zu viele Probleme hatten, aber sie können auf Augenhöhe mit den Topteams agieren. Und das ist eine klare Verbesserung zur vergangenen Saison!
Das Video zum Spiel LA Lakers – Dallas Mavericks

