Hoopnation Startseite mail me! sindicaci;ón

NBA in Berlin – ein Flop?

Die NBA hat Berlin wieder verlassen. Nach dem Spiel der Washington Wizards gegen die New Orleans Hornets, sollte man sich die Frage stellen, was und ob der Auftritt in der o2 World den Fans etwas gebracht hat.

Ausser eines wirklich sehenswerten Chris Paul gabs leider nichts zu sehen. Ein weiteres Positiv: Die o2 world ist wirklich eine Halle, die ihren Anforderungen gerecht wird und eine tolle Atmosphaere schaffen kann.

Bisher waren in der deutschen Presse nur Artikel zu lesen, wie toll diese Event doch war und dass die Fans in der Halle “restlos begeistert” waren. Wie bitte? Habe ich vielleicht doch in einer anderen o2 world gesessen?

Doch es gibt sie noch – die Vertreter der Presse, die Dinge erstens richtig verstehen und zweitens auch noch genau so darueber schreiben wie es wirklich war. Zu diesen Vertretern gehoert ein gewisser Jan Lehmann, den ich leider nicht persoenlich kennenlernen konnte, aber gerade seinen Bericht ueber das NBA Spiel in Berlin lesen konnte.

NBA Auftritt in Berlin offenbart Schwaechen – lautete sein Titel in der Lausitzer Rundschau – besser haette man es wohl nicht sagen koennen.

Auch nicht alle, die am Dienstag in Berlin waren, gehen als fachkundiges Publikum durch. Standesgemäß wurde es zwar halbwegs laut, als Olympiasieger und Hornets-Superstar Chris Paul vorgestellt wurde. Doch richtiges Getöse gab es nur, als eine Hähnchenfleisch-Fastfood-Kette einen Essensgutschein für den lautesten Fan auslobte. Bezeichnend: Als ein Witzbold während einer der ansonsten langen Schweigepausen des Publikums anstimmte: „Wo ist die Stimmung hin, wo ist die Stimmung hin?“, wurde prompt reagiert. Die Verantwortlichen drehten am Lautstärkeregler und forderten per Einspielung „Clap your hands“ (Klatscht in die Hände).

Erstens enspricht das wirklich genau der Wahrheit und zweitens laesst einen das Gefuehl nicht mehr los, dass die NBA und die Veranstalter der NBA Europe tour – die NBA – wissen, dass es nicht gerade gut um sie in Europa bestellt ist. Natuerlich sind die Fans in Europa und Deutschland immer noch NBA fans und kaufen die tickets, sowie die Trikots. Natuerlich ist es immer noch der Traum eines jeden Jugendlichen einmal ein Spiel in den USA live zu sehen, jedoch spueren die Fans langsam auch, dass Europa oder Deutschland fuer die NBA wohl doch nicht so wichtig ist, wie man sich das wuenschen wuerde. Es geht eben nicht immer nur um Profit, wie David Stern das so schoen nannte.

In einem Punkt kann ich Herrn Lehmann jedoch nicht zustimmen: “Der hiesige Basketball steckt in der Krise”

Man nehme die Zuschauerzahlen von Alba Berlin: 14,000 Zuschauer in den ersten beiden Heimspielen. Natuerlich mag da ein grosser Teil an die o2 worl gehen, jedoch zeigt es auch eins – attraktiver Basketball + erschwingliche Ticketpreise = Fans in der Halle die guten Basketball sehen wollen.

Natuerlich koennte es um das Basketballinteresse in Deutschland stehen – jedoch liegt das weniger an dem Interesse als an den Moeglichkeiten die man als Fan und Basketballinteressierter hat.

{lang: 'de'}

Sebastian meint,

Oktober 16, 2008 @ 12:40 pm

Erschwingliche Ticketpreise? Ich weiß zwar nicht, was das in der O2-World kostet, aber ich war am Wochenende in Köln und habe 22 EUR für meine Karte bezahlt. Da fragt man sich schon, ob man sich das regelmäßig leisten will (und kann). Irgendwo bis 16 EUR finde ich die Preise ja noch ok, aber 22 EUR muss man nicht zu jedem Spiel haben…

Tobi meint,

Oktober 16, 2008 @ 6:15 pm

In Berlin kosten die tickets 10-35 EUR. Ein ticket was bei der NBA Europe 113 Eur gekostet hat kostet fuer ALBA Spiele 20 EUR – selber sitzplatz nur wohl ein besseres Spiel als zweitklassige NBA stars.

RSS Feed der Kommentare · TrackBack URI

Was meinst Du?

Verwandte Beitr�ge bei Hoopnation

  • No related posts