Mit dem Nordwesten wird die NBA Preview abgeschlossen. Und dort finden sich einige aufstrebende und ehrgeizige Franchises: Die Denver Nuggets haben bereits in den Play Offs gezeigt, dass sie zu den Top Teams der Liga gehören. Die Portland Trail Blazers wollen das gerne sein. Die Minnesota Timberwolves, Utah Jazz und Oklahoma City Thunder haben zudem einige gute Anlagen und komplettieren die Division.
Denver Nuggets
Chauncey Billups und Carmelo Anthony werden in ihrer zweiten gemeinsamen Saison noch besser harmonieren. Um die beiden wurde ein starkes Roster gebastelt, das mit Nene, Kenyon Martin und J.R. Smith einen guten Frontcourt hat. Die Nuggets gehören damit zum Kreis der Favoriten. Einziges Problem an der Sache: Die Nuggets selbst. Smith ist als Troublemaker ebenso bekannt wie Chris Andersen. Und auch Anthony hat in der Vergangenheit bereits Unheil angerichtet. Arbeiten alle über die gesamte Saison konzentriert an ihrem Game, kann die Mannschaft auch gegen die Besten bestehen.
Minnesota Timberwolves
Erst brach sich Kevin Love im Kraftraum die Hand, dann hat Al Jefferson Probleme an der Achillessehne bekommen. Der Saisonstart wird sich für Minnesota daher holprig gestalten. Zumal Ramon Sessions ein ordentlicher, aber nicht überragender Aufbau ist und Rookie Jonny Flynn sich dahinter über jede Spielminute freuen kann. Die Wolves haben zwar einige Talente im Kader, aber es fehlt an allen Ecken und Enden: Jefferson ist eigentlich kein Center, auch wenn er seinen Job gut macht. Ansonsten sind einzig Ryan Gomes und Love gefährlich – allerdings mit Abstrichen. Damit sind die Play Offs für die Wolves wie schon in der Vergangenheit in weiter Ferne.
Oklahoma City Thunder
Die Thunder haben 2008/09 gefallen. Und von den jugendlichen Kevin Durant und Russell Westbrook ist eine weitere Steigerung zu erwarten. Dazu kommt mit James Harden der dritte Pick der Draft. Der Shooting Guard hat einen gehörigen Zug zum Korb und kann sich in der jungen Franchise gut entwickeln. Doch wenn von Potential in Bezug auf ein Team gesprochen wird, übergeht man damit gerne das Fehlen von Erfahrung. Die Thunder werden daher weiter Lehrgeld zahlen müssen und die Play Offs verpassen. Die Siegesbilanz ist aber in Oklahoma City eher untergeordnet: Die Entwicklung der Mannschaft steht hier im Vordergrund.
Portland Trail Blazers
Die Portland Trail Blazers haben sich in den vergangenen Jahren einen starken Kern erarbeitet: Brandon Roy und LaMarcus Aldridge sind zwei ganz große Talente, die auch schon ganz große Leistungen abliefern. Ihre Verträge wurden langfristig verlängert, so dass die Richtung für die Blazers klar ist: Es geht nach oben. Mit Andre Miller hat die Franchise zudem einen erfahrenen Aufbau geholt, der die junge Truppe anführen soll. Weiterer Lichtblick ist der Spanier Rudy Fernandez, der mit seinen Distanzwürfen sehr gefährlich ist. Portland kann daher schon mal für die Play Offs buchen und sollte dort als Geheimfavorit ernst genommen werden.
Utah Jazz
Der Sommer ist vorbei und Carlos Boozer steht noch immer im Kader der Utah Jazz. Obwohl sich Team und Spieler bereits darauf verständigt hatten, in Zukunft getrennte Wege zu gehen, wurde kein Abnehmer für den Power Forward gefunden. Ob er am Ende der Saison noch immer für die Jazz spielt, ist indes unsicher. Gut möglich, dass Boozer vor den Trading Deadline eingetauscht wird. Und wenn das Management mit diesem Trade Material gut umgeht und eine echte Verstärkung holt, kann Utah schnell zu einem Contender aufsteigen. Solange steht die Mannschaft im Mittelfeld der Liga. Denn außer Deron Williams, der mit 25 langsam aber sicher ins beste Aufbauspieler Alter kommt, hat die Mannschaft nicht viel zu bieten.

