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Neuer Ärger um Gilbert Arenas

Gilbert Arenas kann es einfach nicht lassen. Immer wieder zieht der Guard der Washington Wizards die Aufmerksamkeit der Medien auf sich – nur leider immer seltener mit gutem Basketball, sondern mit dummen Aktionen. Die neueste Episode: Gilbert Arenas täuschte vor dem Preseason Game gegen die Atlanta Hawks eine Knieverletzung vor und schaute sich das Spiel von der Bank aus an.

Gilbert Arenas hat für Nick Young auf einen Einsatz verzichtet

Dadurch wollte er Nick Young mehr Spielzeit verschaffen, der in den bisherigen Testspielen nur sehr begrenzt zum Einsatz kam. „Ich weiß, dass er frustriert ist. Seit wir mit drei Guards spielen, hat er es nicht leicht“, meinte Gilbert Arenas nach dem Spiel. „Ich wollte nur ein guter Team-Kollege sein. Nick wollte gerne spielen und wir haben einfach zu viele Guards zur Zeit. Ich dachte, ich mache einen Tag Pause.“

Tatsächlich ließ Coach Flip Saunders zuletzt John Wall, Gilbert Arenas und Josh Howard im Backcourt starten. Vor allem für Nick Young, der sowohl Shooting Guard als auch Small Forward spielen kann, blieb dabei wenig Spielzeit übrig. Und den Platz in der Starting Five nutzte Young gegen die Hawks, um sein Talent unter Beweis zu stellen: Mit 24 Punkten wurde Young Topscorer.

Aber die Entscheidung, wer wieviel Spielzeit erhält, sollte eher beim Coach liegen als bei einem der Spieler. Coach Saunders ist vor allem davon enttäuscht, dass Arenas ihn angelogen hat. „Ich habe an ihn geglaubt. Ich habe ihm gesagt, er muss ehrlich zu mir sein“, erklärte Saunders gegenüber der Washington Post. „Ich kann nicht beurteilen, ob jemand verletzt ist oder nicht – das können nur die Spieler.“

Für Gilbert Arenas zieht die Aktion zunächst lediglich eine Geldstrafe in unbekannter Höhe nach sich. Und das Management hat bereits erklärt, die Sache damit abgeschlossen zu sehen. Bei jedem anderen Spieler wäre es vielleicht auch wirklich so. Aber es ist nicht das erste Mal, dass man bei den Wizards von Gilbert Arenas enttäuscht ist.

Der Backcourt der Wizards ist stark besetzt

Erst vor wenigen Monaten brachte er Waffen ins heimische Verizon Center, um einem seiner Mitspieler einen Streich zu spielen. Für den Rest der Saison wurde er daher von der NBA gesperrt. Einer möglichen Gefängnisstrafe entging er zum Glück. Zuletzt erklärte Arenas zudem, dass die Stadt nun Nummer-1-Pick John Wall gehören würde.

Es wirkt ein bißchen so, als wenn Agent Zero keine Lust mehr hätte, weiter in Washington zu bleiben – schließlich gibt es dort nach seiner Aussage bereits zu viele Guards. John Wall (PG), Kirk Hinrich (PG/SG), Gilbert Arenas (SG), Nick Young (SG/SF), Josh Howard (SG/SF) und Al Thornton (SF) müssen sich die Spielzeit im Backcourt teilen. Damit sind die Wizards hier extrem stark und dicht besetzt. Auf Arenas könnten sie durchaus verzichten, was definitiv mehr Ruhe ins Mannschaftsklima bringen würde.

Einziges Problem: Der Vertrag von Gilbert Arenas läuft erst 2014 aus und bringt ihm bis dahin 80,14 Millionen Dollar ein. Gerade angesichts der Tatsache, dass es 2011 ein neues Collective Bargaining Agreement geben wird, ist ein solcher Vertrag für kein NBA Team interessant. Die Wizards können Arenas kaum loswerden, selbst wenn sie es wollten. Sie können nur hoffen, dass ihr ehemaliger Go-to-Guy demnächst wieder auf dem Spielfeld für Schlagzeilen sorgt.

Gilbert Arenas
Gilbert Arenas (links) glaubt, dass John Wall (rechts) die Franchise übernehmen wird

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