Niemand wollte die Orlando Magic dort haben. Es waren schon alles angerichtet gewesen für ein Duell zwischen Kobe Bryant und LeBron James. Was sollte Dwight Howard dort? Als die Orlando Magic vergangene Saison in die NBA Finals einzogen, war das eine Überraschung. Das ist dieses Jahr anders: Die Orlando Magic sollte sind ein Kandidat auf den NBA Titel.
Platz Eins im Osten für die Orlando Magic
Nach 16 Spielen steht das Team mit 12 Siegen auf Platz eins der Eastern Conference – gemeinsam mit den Boston Celtics und den Atlanta Hawks. Von einer Dominanz der Magic kann man also nicht sprechen, aber es läuft auch vieles noch nicht perfekt. Jameer Nelson hat sich erneut verletzt und wird bis Januar ausfallen. Rashard Lewis braucht nach seiner Spielsperre am Anfang noch sichtlich Zeit, um den Rhythmus zu finden.
Den Grundstein für den Erfolg der Magic hat das Management im Sommer gelegt. Mit Vince Carter kam einer der besten Shooting Guards der Liga von den New Jersey Nets. Der oft kritisierte achtmalige All Star legt derzeit 19,2 Punkte und 5,0 Rebounds auf. Vor allem mit seinem starken Drive zum Korb schafft er Lücken und gibt Orlandos Spiel mehr Tiefe. Auch der andere Neuzugang hat sich gut eingefunden: Brandon Bass kommt auf 9,1 Punkte und 3,2 Rebounds. Sie machen die Abgänge von Hedo Turkoglu, Rafer Alston und Courtney Lee mehr als vergessen.
Dwight Howard ist der Schlüssel zum Titel
Trotz gravierender Änderungen im Kader sind die Magic stark in die Saison gestartet. Um an die Spitze der NBA zu kommen, müssen sie aber ihr Post Play noch ausbauen. Mit Dwight Howard verfügen sie über einen der dominantesten Center-Spieler. Er strahlt pure Athletik aus und ist dazu für einen Mann seiner Größe sehr beweglich. Gegen fast jedes Team hat Orlando damit auf der Fünf ein Miss-Match. Bisher nutzen sie das aber viel zu selten – bzw. Howard spielt zu selten seine Stärken aus.
Gegen die Celtics kam er sogar nur auf magere neun Punkte, obwohl er 37 Minuten auf dem Parkett stand. Die Magic spielen den Ball in vielen Spielen zu selten auf Howard, obwohl er mit einer Trefferquote von 62,6 Prozent aus dem Feld geradezu unaufhaltsam ist. Seine Freiwurfquote ist mit 56,7 Prozent freilich noch verbesserungswürdig. Für Orlando wird sich ein Teil der Meisterschaft wohl an der Linie entscheiden.
Die Orlando Magic gehören dieses Jahr zu den heißesten Contendern der NBA. Bis zu den Play Offs ist noch lange Zeit. Genug Zeit für die Magic, um sich weiter einzuspielen. Dann winkt vielleicht sogar der erste NBA Titel in der Geschichte der Franchise.
