Vom großen Free Agent Sommer 2010 ist schon seit Monaten die Rede. Dann werden aber nicht nur Superstars wie LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh und viele andere auf dem Markt sein, sondern auch Phil Jackson. Der Vertrag des erfolgreichsten NBA Coaches aller Zeiten läuft nach der Saison aus. Und derzeit deutet wenig daraufhin, dass sich die LA Lakers und Phil Jackson schnell auf eine Verlängerung einigen. Ganz im Gegenteil, durch die Spar-Taktik der Lakers scheint ein Abschied des Zen-Masters im Bereich des Möglichen zu sein.
Phil Jackson ist sein Geld wert
12 Millionen Dollar verdient Phil Jackson in dieser Saison. Damit ist er mit deutlichem Abstand der Top-Verdiener unter den NBA Trainern. Dahinter folgen Larry Brown von den Charlotte Bobcats mit 7 Millionen Dollar, Mike D’Antoni von den New York Knicks und Don Nelson von den Golden State Warriors mit jeweils 6 Millionen Dollar. In Zeiten allgemeinen Sparzwangs wollen die Lakers daher das Gehalt von Phil Jackson kürzen: Angeblich bieten sie „Jax“ nur noch 5 Millionen Dollar für die nächste Saison. Zu wenig, meint Jackson und will sich bisher noch nicht für eine Verlängerung entscheiden.
Trainer sind austauschbar geworden in der heutigen Sport-Welt: Wenn nichts mehr läuft, geht der Coach, ist ein häufiges Motto. Doch wenn man – so wie Phil Jackson – insgesamt 10 NBA Championships gewonnen hat, dann kann man nicht allzu austauschbar sein. Jackson war es, der Michael Jordan und die Chicago Bulls zu den „UnbeataBULLS“ formte. Er machte aus Dennis Rodman einen Team-Player. Gewann mit Shaquille O’Neal und Kobe Bryant den Three-Peat. Und führte die Lakers nach Jahren der Stagnation wieder an die NBA Spitze. Und die Aussichten auf einen Re-Peat dieses Jahr stehen nicht schlecht. Den Erfolgscoach einfach gehen lassen? Für die Lakers scheint Jackson austauschbar zu sein.
Andere Teams haben Interesse am Erfolgs-Coach
Die Spar-Taktik könnte jedoch auch schnell nach hinten losgehen. Denn neben schmalen Geld-Beuteln regiert in der NBA derzeit auch große Euphorie. Fast jede Franchise träumt davon, mit ein oder zwei großen Moves auf dem Free Agent Markt, zu einem Contender zu werden. Und ein wichtiger Baustein für das neue Team könnte auch der Trainer sein. Die LA Clippers und die Chicago Bulls haben ihre Coaches zuletzt entlassen – unter anderem um ihrem künftigen Franchise-Player Mitsprache-Recht in dieser Frage einzuräumen.
LeBron James und Phil Jackson zusammen bei den Chicago Bulls? Oder Phil Jackson als neuer Coach der Miami Heat mit Dwyane Wade und Chris Bosh? Oder könnte sogar der Alptraum aller Lakers-Fans in Erfüllung gehen – Phil Jackson als Coach der LA Clippers mit Blake Griffin und LeBron James? Alles nur Spekulationen, sicher. Aber ein Phil Jackson als Coach übt eine riesige Anziehungskraft auf die Top Free Agents aus. Holt man ihn an die Seitenlinie, könnte vieles möglich sein. Die Chicago Bulls haben bereits offiziell erklärt, Interesse an ihm zu haben. Und sie würden ihm dafür sicher auch gutes Geld zahlen. Auch andere Teams haben ihn angeblich auf ihrer Liste. Überall scheint Phil Jackson sehr begehrt zu sein, nur nicht bei den Lakers …
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Bildquelle: Keith Allison

