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Stephon Marbury und Michael Vick

.. sind wohl Freunde. Zumindest mag Mr. Marbury Herrn Vick. Hier in den USA das Thema Nummer 1 – selbst die Bildzeitung, konnte ich bei meinem Aufenthalt in Deutschland lesen, berichtete mit einer ganzen Seite ueber Michael Vick und seine Hundekaempfe.

Kurzer Rueckblick: Michael Vick, Star-Quarterback der Atlanta Falcons und drei andere Männer werden beschuldigt, über einen Zeitraum von sechs Jahren Hundekämpfe organisiert und veranstaltet zu haben. Hat ein Hund nicht die gewuenschte Leistung gebracht wurde er von Michael Vick selbst getoetet.
Nachdem diese Nachrichten verbreitet wurden, hat das Management der Falcons Michael Vick vom Trainingcamp suspendiert – die kommende Saison wird Vick wohl auch nicht spielen. Da Vick sozusagen ein Zugpferd der NFL ist/war, haben nun auch seine Sponsoren, wie nike und reebok die Vertraege mit ihm zuruecekgezogen.

Vick soll sich nun schuldig bekennen, um eine mildere Strafe zu bekommen. Es droht eine Haftstrafe.

Soweit so gut.

Inzwischen zeigt jeder in den USA mit dem Finger auf Vick und schimpft ueber ihn, wie man diesen Tieren das denn nur antun kann. Mit Recht?
Hat ein Land das Recht jemanden zu beschuldigen, wenn eines ihrer Hobbies und Familienfreizeitgestaltung darin liegt, auf die Jagd zu gehen, um Hirsche, Eichhoernchen und sonstige Tiere abzuschiessen? Ich selbst habe es nur zu oft gehoert, als ich beim Abendessen einer amerikanischen Familie zu Gast war:” Morgen geht der Vater mit dem Sohn auf die Jagd und geht Hirsche und Rehe schiessen!”

Hunting USa

Nach den Vorfaellen mit Michael Vick habe ich diesen Gedanken immer wieder im Kopf. Als ich heute Morgen dann Stephon Marbury auf ESPN Sportscenter gehoert habe, kam genau dieser Gedanke aus Marbury’s Mund – leider jedoch mit ein paar weiteren Anmerkungen:

“You know, from what I understand, dogfighting is a sport. It’s just behind closed doors. I think it’s tough that we build up Michael Vick and then we break him down.”

Aehm falsch, Stephon. Erstens bist du als Sportstar nicht in der Position, diese Aussage den Medien mitzuteilen – wenn ich das sage, interessiert das niemanden – bei dir schreit nun wieder jeder in den USA. Zweitens, kann man nicht sagen, dass “WIR” Michael Vick zu Fall bringen.

Wenn man Michael Vick was Gutes tun will, spricht man ueber seine Glanztaten als Mensch oder Footballspieler. Das Thema Hundekaempfe im Zusammenhang mit Vicks Namen greift man besser nicht auf – zumindest nicht in den USA – sofern man FUER Michael Vick ist.

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Stephen meint,

August 23, 2007 @ 11:52 am

Naja, ich denke mal, bei den meisten Menschen ist einfach so, dass sie einen Unterschied machen zwischen der Jagd auf Wildtiere und dem gezielten Aufeinanderhetzen von Hunden bzw. Haustieren. Und ich finde schon, dass die ganze Hundekampfnummer ziemlich pervers, zumal er die “schwachen” Hunde ja auch mal eben so ertränkt haben soll.
Wie man das ganze bewertet, muss jeder selber wissen, aber mit ein bißchen Nachdenken hätte Michael Vick erkennen müssen, dass er sich mit seinen Aktionen außerhalb der Legalität befindet. Da kann ich wenig Mitleid haben, wenn er nicht nur an solchen Sachen teilgenommen hat, sondern illegale Hundekämpfe organisiert hat.

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