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Washington Big Macs

Es läuft nicht gut in Washington. Drei Jahre lang durfte man in der ersten Play Off Runde das Mann-Werden von Lebron James verfolgen und in dieser Saison blickt man vom letzten Platz in der Eastern Conference hoch zu den alten Rivalen, die am anderen, glorreichen Ende der Tabelle stehen.

Die Leistungsträger in diesem Wizards Team sind nicht unbedingt jene, denen man noch großes Entwicklungspotential zuspricht, sind es doch meist erfahrene NBA Profis, die teilweise ihren Zenit erreicht haben. Gilbert Arenas vermutet man mittlerweile unter dem Kostüm von G-Wiz, dem Makottchen der Wizards, so selten sieht man ihn im Trikot (Agent Zero Games Played). Antawn Jamison kämpft sich weiter seinen guten Namen aus alten College Tagen zurück (in dem Jahr als Jamison bester College Spieler wurde flog Deutschland bei der Fußball Weltmeisterschaft mit 0:3 gegen Kroatien raus. Nur um mal eine Dimension für Zeit zu bekommen.) und Caron Butler, der mittlerweile auch auf die 30 zugeht, erlebt seine wohl leistungsstärksten Tage gerade im Keller der NBA.

Doch der Umbruch hat bereits begonnen in Washington. Mit Andrey Blatche und Nick Young konnte man sich in den vergangenen Jahren bereits die Dienste vielversprechender Talente sichern und im Draft 2008 zog man zwei Anlagen, die ihren Wert im Laufe ihrer Karriere noch gewaltig steigern dürften.

Die Rede ist von den Big Men JaVale McGee und Dominic McGuire.

Der 21 jährige McGee, geboren im trüben Alltag der Talentschmiede in Flint, Michigan (Mateen Cleaves, Charlie Bell, Morris Peterson, Glen Rice um die bekanntesten Namen zu nennen) ist ein Spieler, den die Welt noch nicht gesehen hat. Er wirkt als hätte ihn jemand bei NBA Live zum Spaß erstellt; ihm Swing Man Werte bei Center Größe gegeben.

An der Universität in Nevada bekam er in seiner zweiten Spielzeit seine Chance und überzeugte Scouts mit gesegneter Basketballgröße, Footwork, Schnelligkeit und Defense. Auch sein Jumpshot ist überdurchschnittlich gut, während seine Freiwurfschwäche eher ein Mysterium bleibt.

„Bereit für die NBA“, dachte sich Javale und auch die Wizards, bei denen er durch die Verletzung von Brendan Haywood gleich mal ins kalte Wasser geworfen wurde. Mit 6 Punkten, 4 Rebounds und einem Block pro Spiel zeigt er eine solide Leistung als Rookie und wird in den Plänen der Trainer schon als „Small“-213cm-Forward gehandelt.

Dominic McGuire scheint ein weiterer Steal des Drafts gewesen zu sein. Er hat sich in der Summer League und im Trainingscamp bewährt und zeigt ebenfalls produktive Vielseitigkeit im Trikot der Wizards. Auch er ist ein Forward, der gesunde Größe(2,06m) für seine Spielweise mit sich bringt und mit der nötigen Athletik ausgestattet ist.

Beide müssen noch an ihrem Spiel arbeiten, beide brauchen offensiv wie defensiv den Feinschliff, doch sie haben es bis hierher geschafft, durch harte Arbeit und ohne überzogenen Hype.

Nicht alles ist also schlecht in Washington. Mit gesunden Routiniers hätten sie dieses Jahr auch um die Play Offs mitspielen können. Doch anstatt ein weiteres Mal das Aus gegen Cleveland zu buchen, bringt diese Saison die derzeit allseits beliebte Gleichung: Krise = Chance. Man kann einen Blick auf den talentierten Nachwuchs werfen und in der kommenden Draft Lottery gleich nochmal groß punkten. Vielleicht wünscht sich Lebron nächste Saison einen anderen Play Off Gegner.

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gses meint,

März 11, 2009 @ 4:24 pm

Das sehe ich auch so. Sie sollten im Draft gut picken können, und im relativ schwachen unausgeglichenen Osten ist auch nächste Saison bis zu Platz 6 alles drin bei gutem Saisonverlauf.

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