RheinEnergie Koeln hat sich achtbar aus der Affaere gezogen: 81-88. Wenn man nun Olympiacos als einen der Favouriten der Euroleague betrachtet, hoert sich das gar nicht so schlecht an. Gestern waere aber vor 4019 Zuschauer mehr drin gewesen fuer Koeln. Piraeus hat nicht wie ein Titelaspirant gespielt. Natuerlich kann man ueber die individuellen Staerken von Spielern wie James Penn, Alex Acker und Andrija Zizic nicht diskutieren, nicht umsonst sind sie in NBA Kadern gewesen oder spielen fuer die Nationalmannschaft ihres Landes. Als Team ist Olympiacos Piraeus gestern aber nicht aufgetreten.

Gleiches gilt auch fuer die Koelner: Ist Nadjfeji nicht 100% fit oder gar nicht auf dem Feld, fehlt es den Koelner an Ruhe und Spieluebersicht. Das wurde auch schon in den letzten Euroleague Spielen deutlich. Nadjfeji war in den wichtigen Minuten immer auf dem Feld und konnte sein Team durch ueberlegte Paesse oder Koerbe im Spiel halten.
Dass der Sieg der Griechen gestern nicht hoeher ausfiel, liegt wohl vorallem an den Vorstellung von Henry Domercant: 14% aus dem Feld, 33% von der Dreipunkte-Line, dazu 1 Rebound. Koeln haette seine Reboundueberlegenheit (ja, man glaubt es kaum, aber Koeln holte 10 Offensiverebound) besser ausspielen muessen. 32% der Wuerfe nach einem Offensiv-Rebound gingen wieder daneben.
Auch ein Grund wieso Koeln immer an Piraeus dranblieb: Die Dreier. In der ersten Halbzeit kamen die Koelner auf eine Traumwuote von 67%. In der zweiten Haelfte waren es nur noch 4/11. Insgesamt versuchten die Koelner 21! Dreipunkte-Wuerfe, Piraeus nur 12.

Bis zu diesem Punkt waren die Mannschaften auf Augenhoehe. Betrachtet man aber die Anzahl der Turnover wird einem klar, wieso Koeln der Sieg gegen Olympiacos nicht gelang. 20 Mal verlor das Team von Sasa Obradovic den Ball – 13 waren es bei den Griechen. Wer das LIVE Blogging auf hoopnation.de verfolgt hat, musste vorallem im dritten Viertel das Wort “Ballverlust” sehr oft lesen. Eigentlich ist es auch unmoeglich ein Spiel mit 20 Turnovern zu gewinnen. Dem stimmte auch Obradovic nach dem Spiel zu:”you can’t lose the ball that often if you expect to beat Olympiakos.”
Die Saison in der Euroleague ist noch lang, auch wenn naechsten Donnerstag das letzte “Heimspiel” der Koelner gegen Dynamo Moskau stattfindet. Wenn Koeln also seine Turnover unter Kontrolle bringt, duerfte der ein oder andere Sieg in der laufenenden Euroleague Saison moeglich sein.
Video-Highlights vom Spiel RheinEnergie Koeln gegen Olympiacos Piraeus gibt es hier.
Mehr Fotos vom Spiel Koeln gegen Piraeus findet ihr bei us-sports.eu.

