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Wettrüsten

Was ist aus der NBA geworden? In Zeiten der Finanzkrise ist nicht wirklich davon zu sprechen, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Gutes Wirtschaften war schon immer das grundlegendste Handwerk eines Managers, seitdem man Basketball Franchises und Firmen hat. Immer komplexer werden die Handlungsspielräume der Bosse, fast undurchsichtig sind die Larry-Bird-Regeln, die Midlevel-Exception und der Salary Cap.
Augenscheinlich ist uns Spielbegeisterten, welche das Verträge-Unterschreiben nur im Hintergrund mitnehmen sollten, die Wechseldynamik einiger spezifischer Typen von Führung und Geführten. Wer etwas auf sich hält (als Meisterschaftsanwärter) holt sich große Namen, wer etwas auf sich hält (als großer Name) wechselt zu einem Meisterschaftsanwärter. Einfaches Prinzip.
Ich habe in einem Artikel auf hoopnation.de schon besorgt über Dwyane Wade, die Miami Heat und deren Championship geschrieben, könnte aber am Scheitern der Shaq-Kobe-Malone-Payton Lakers auch das Scheitern einer Übermacht demonstrieren. Diese Teams, die vollgepackt mit All Stars sind, scheinen in der Manager Fortbildung Schule zu machen, versucht doch die Creme de la Creme der Liga noch cremiger zu werden. Den Turmbau von Babel haben sie im Managerkursus verschwiegen, genauso wie im folgenschweren Zusammenbrechen der Finanzsysteme durch Hyper-Kapitalismus.
Die Lakers holen Ron Artest, sind immer noch an Lamar Odom dran.
Die Cavs holen Shaquille O´Neal, Jamario Moon und Anthony Parker, haben auch noch das Kleingeld um Anderson Varejao unter Vertrag zu nehmen.
Orlando rüstet mit Vince Carter, Brandon Bass und Matt Barnes mächtig auf, auch wenn sie Alt-Hedo verlieren. Boston holt sich Rasheed Wallace und hat nun klangvollere Namen als so manches kommende All Star Weekend.
San Antonio besorgt sich Richard Jefferson und Antonio McDyess und hat damit wohl die besten Moves gemacht.
Eigentlich sollten es diese fünf Teams unter sich ausmachen. Sie sind von den 30 Mannschaften die Megaplexe, die Supermächte, die die Liga beherrschen wollen. Aber das Interessante in der kommenden NBA-Saison werden wohl wieder die Außenseiter sein, wie die Denver Nuggets, die soviel Spaß machten; vielleicht die Miami Heat wenn sie ihre Aufrüstpläne nicht umsetzen können. Underdogs sind die Favoriten des ehrlichen Mannes…und Allen Iverson bei den Clippers würde plötzlich unglaublich viel Sinn machen, denke ich.

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