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Detroit hat ein Problem und derzeit keine Antwort darauf – was tun mit Allen Iverson? Die Saison 08/09 verlief bis jetzt weit unter den Erwartungen des Teams und der Anhänger aus Motown. Nach über 60 Spielen schwebt die Mannschaft nur knapp über der .500 Marke und muss zwar nicht um einen Play-off Platz bangen aber ist von der Bezeichnung Titelanwärter weiter entfernt als Boris Becker von einer stabilen Beziehung.

Woran liegt das?

Das Team scheint einfach keine Chemie zu haben und manche glauben das AI damit zu tun hat.

Über die letzten Jahre verkörperte ausser den Spurs keine Mannschaft Teambasketball wie die Pistons. Die Zutat Iverson zu diesem festen Brei zu mischen ist durchaus ein riskantes Experiment.
Iverson war Anfangs auf der 1 als Spielgestalter aktiv und die Zukunftshoffnung Rodney “50 Cent” Stuckey wurde auf die Bank verbannt. Der Versuch brachte nicht die erwünschten Ergebnisse. ­­Detroit war Chauncey B-B-B-Billups gewöhnt, ein Spielmacher der die Offense lenkt, zuerst passt und dann wirft. Allen muss den Ball dominieren um effektiv zu sein, längere Dribblings, die seinem Flow helfen den des Teams aber zerstören, gehören zu seinem Spiel.

AI ist kein Point Guard und er wird es jetzt auch nicht mehr werden.

Es gab eine neue Lösung: Nur, nachdem Stuckey in die Startaufstellung gebracht wurde und Small Ball angesagt war mit AI als SG, Hamilton als SF, Prince und Wallace unter dem Korb gingen mehr Spiele verloren als es den Pistons lieb war. Da Rip und Allen die gleiche Position spielen war nun klar das einer auf die Bank muss.
Nach Statements beider Spieler über die Medien das für sie eine Sixth Man Rolle nicht in Frage kommt wurde Rip Hamilton auf die Bank verschoben und AI zum festen Starter als Shooting Guard ernannt. Leider verlief das nicht gerade so wie sich das Joe Dumars und Coach Curry erhofft hatten. Sicher spielt Iverson immer noch auf hohem Niveau und hat hier und da High Scoring Games die an alte Philly Zeiten erinnern, dabei geht aber das Teamkonzept dass Detroit gewohnt ist verloren.
Ivey degradiert seine Mitspieler zum zusehen wenn er versucht die Lücken in der Defense zu finden und dazu wichtige Sekunden im Angriff verbraucht um ein gutes Set-up für seinen Wurf zu kreieren. Mit Rip verläuft das anders, der mit seiner Pferdelunge und ohne Ball seinen Verteidiger fast tot läuft um nach mehreren Blöcken zumeist einen offenen Catch and Shoot Jumper zu nehmen.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Allen wird sich nicht mehr ändern – auch wenn er somit die Pistons nicht voran treibt sondern zum stagnieren bringt.

Iverson verletzte sich am 25. Februar den Rücken und seitdem läuft der Motown-Motor wieder wie geschmiert. Die 6 Spiele ohne The Answer in der Aufstellung sprechen eine klare Sprache: 5 Siege zu 1 Niederlage – 3 davon gegen Division Leader. Währenddessen sucht AI einen Doc nach dem anderen auf und holt sich zweite und dritte Meinungen zu seiner Verletzung ein. Nachdem anfänglich von bis zu 10 Tagen Pause die Rede war wurden nach Ablauf der Frist weitere 10 Tage hinzu gefügt und derzeit weiss man nicht genau wann Allen wieder zu dem Team stösst.­­­­­

Wenn er zurück kommt muss ein für alle mal entschieden werden ob er nicht doch lieber von der Bank kommt und wie weit das AI-Experiment in Detroit noch funktionieren soll. Rip scheint hier die klügere und effektivere Wahl zu sein.

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