LeBron James ist ein Superstar wie ihn die NBA seit Michael Jordan nicht mehr gesehen hatte. Und genau wie „His Airness“ verändert er das Spiel. LeBron hat noch keinen Titel gewonnen, was einen Vergleich mit Michael Jordan eigentlich per se unmöglich macht. Aber geboren aus dem Willen zum Titel oder auch der Einsicht, dass er ohne Titel nicht mit den Besten auf seiner Stufe stehen kann, hat er mit seiner „Decision“ das Kräfte-Verhältnis in der NBA komplett auf den Kopf gestellt. Und das Modell könnte Schule machen.
Clash of Super-Powers
LeBron James zusammen mit Dwyane Wade und Chris Bosh bei den Miami Heat – das ist eine Ansammlung von Superstars, die es in der NBA noch nie gegeben hat. Sollte es klappen, können sich Basketball Fans nicht nur auf spannende Plays freuen, sondern auch auf spannende Duelle.
Mit ein paar Moves im Winter oder nächsten Sommer ist ein zweites Miami bei den Orlando Magic oder LA Lakers möglich. Chris Paul zusammen mit Dwight Howard gegen LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh – definitiv nicht unmöglich, auch wenn noch nicht in diesem Sommer. Ebenso stark könnte ein Kombo aus Carmelo Anthony und Amare Stoudemire werden oder Russell Westbrook und Kevin Durant mit Tim Duncan.
Der Franchise-Player ist tot
Die NBA kann sich darauf gefasst machen, dass es nicht mehr einen Franchise-Player geben wird. Die Zeiten, in denen Kobe Bryant oder früher Michael Jordan oder Larry Bird ihre Teams alleine zum Titel führten sind vorbei. Die besten Spieler bei den besten Teams. Zwei oder drei Superstars zusammen.
Gleichzeitig wird das Gefälle in der Liga zunehmen. Nur wenige Teams verfügen über genügend finanzielle Flexibilität, um mehrere Top-Stars bezahlen zu können. Der Unterschied zwischen der Spitze und dem Rest der Liga wird zunehmen. Die Folge: Die Regular Season wird bis auf die Spitzenspiele langweiliger und die Postseason dafür umso spannender. Es ist eine NBA der neuen Superlative, die LeBron James erschaffen hat.


